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Kleinia neriifolia Haw.
Oleanderblättrige Kleinie, Kleiniaaceae (= Compositae) - Korbblütler
Spätsommerblüher, VIII–XI, 0,5–3 m hoch, vorsommergrün, mehrjährig

Die Oleanderblättrige Kleinie stammt von den Kanaren, wo die Pflanzen in vulkanischen Felshabitaten und den Sukkulenten-Strauchgesellschaften auf 0–800 m über Meereshöhe vorkommen.

Es sind baumartig wachsende Sträucher. Die Stämme sind aufsteigend bis aufrecht, regelmäßig verzweigt, fleischig, graugrün und bedeckt von den Narben der Blattscheiden. Die Laubblätter stehen gehäuft an den Triebenden, sind fleischig, linear bis lanzettlich, 10–25 cm lang, ganzrandig und oleanderähnlich.

Der Gesamtblütenstand ist locker, schopfartig. Die Blütenkörbchen sind endständig, kurz gestielt; die Hüllblätter sind 1-reihig, röhrig, mit kleiner Außenhülle; Zungenblüten fehlen; die Röhrenblüten sind duftend, cremefarben bis orangegelb. Später bilden sich Achänen mit weißem Pappus.


Abb. 1 Regelmäßig verzweigende Pflanze des Kleinia neriifolia im "Sukkulenten-Busch" nahe El Retamar, Teneriffa, 14.04.2009, 726 m, 28° 16' 47 N 16° 49' 07 W
Abb. 2 Jungpflanzen von Kleinia neriifolia im "Sukkulenten-Busch" bei Las Galletas, Teneriffa, 14.04.2009, 32 m, 28° 00' 42 N 16° 38' 17 W
Abb. 3 Beginnende Verzweigungen einer Jungpflanze der Kleinia neriifolia mit linaren Laubblättern, im "Sukkulenten-Busch" bei Las Galletas, Teneriffa, 14.04.2009, 32 m, 28° 00' 42 N 16° 38' 17 W
Abb. 4 Blütenkörbchen des Kleinia neriifolia in verschiedenen Entwicklungsstadien mit gelben und braunen Röhrenblüten, Privatgarten, 08.08.2015
Abb. 5 Blütenkörbchen von Kleinia neriifolia mit weißen Zungenblüten, Privatgarten, 08.08.2015
Abb. 6 Herzförmiges Stängelblatt von Kleinia neriifolia mit deutlichem Stiel und randständig fein gebuchtet, Privatgarten, 08.08.2015
Abb. 7 Blütenstände des Kleinia neriifolia im Japanischen Garten Leverkusen, 02.09.2015
Abb. 8 Blüten von Kleinia neriifolia im Japanischen Garten Leverkusen, 02.09.2015
Abb. 9 Zahlreiche Blütenkörbchen des Kleinia neriifolia im Botanischen Garten Düsseldorf, 04.09.2016
Abb. 10 Kugelförmiger Strauch der Euphorbia lamarckii Sweet zusammen mit einer Kleinia neriifolia im "Sukkulenten-Busch" nahe El Retamar, Teneriffa, 14.04.2009, 726 m, 28° 16' 47 N 16° 49' 07 W


Der Gattungsname Kleinia Mill. wurde zu Ehren von Jacob Theodor Klein (1685–1759) etabliert, einem deutschen Botaniker. Das Art-Epitheton neriifolia stammt von Nerium L. (= Oleander) und lat. "-folius" (= -blättrig), zu "oleanderblättrig", nach der Ähnlichkeit der Laubblätter.

Kleinia neriifolia ist ein architektonisch ansprechender kanarische Endemit. Die Winterhärte reicht bei gutem Standort bis Z 9a. Sie eignet sich für die Kübelkultur. Ideal sind sonnige, trockene Standorte im Sommer und kühl trockene Überwinterung.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Kleinia neriifolia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/kleinia-neriifolia.html am Tg.Mo.Jahr.