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Nerium oleander

N. oleander
'Atlas'
N. oleander
'Villa Romaine' 20/40
N. oleander
'Villa Romaine'
N. oleander
'Italia' 40/50
N. oleander
'Italia'

Der Oleander ist der klassische mediterrane Blühexot, bekannt aus dem Urlaub am Mittelmeer. Er bringt tropisches Flair in jede Pflanzung und wird daher viel als Kübelpflanze gehalten, obwohl es Sorten gibt, die tiefere Fröste schadlos tolerieren. Gewöhnlicherweise friert Nerium oleander zwischen -4°C und -12°C zurück. Fünf Sorten tolerieren auch tiefere Temperaturen und sind daher eventuell für eine langfristige Freilandkultur geeignet. Zwar gibt es bisher nur sehr wenige Erfahrungen, aber mindestens von Nerium oleander 'Atlas' existiert seit nunmehr sechs Jahren ein Freilandexemplar in Mitteleuropa, welches die bisherigen Winter überstanden hat und unregelmäßig Blüten im Sommer ansetzt. Blattschäden treten gewöhnlich erst zwischen -12°C und -15°C auf. Etablierte Exemplare neigen nach sehr starkem Zurückfrieren dazu, im Frühjahr wieder aus dem Rhizom oder altem Holz auszutreiben. Problematisch dürfte jedoch ein wiederholtes Zurückfrieren in Folgewintern sein. Unternehmen Sie Freilandversuche an warmen, windgeschützten Standorten im Garten. Als Kübelpflanze können die "harten" Sorten sehr spät eingeräumt werden, da die Frosttoleranz auch im Kübel wesentlich besser als bei anderen Sorten ist. Bei Auspflanzversuchen empfiehlt es sich, Steckholz als Reserve zu vermehren, da fast alle hier angebotenen Sorten sehr seltene Oleander sind.

Nerium oleander 'Atlas' kommt im Atlas-Gebirge, Marokko, bis über 2.000 m Höhe vor und hat eine einfache rote Blüte. Bis -12°C ohne Schäden, ab -15°C Zurückfrieren der Blätter, ab -17°C Schäden am Holz mit Zurückfrieren. Bisher tiefste Temperatur mit Mulch -19°C, gute Regeneration nach Defoliation oder komplettem Zurückfrieren. Verschiedene Provenienzen sind verfügbar, wobei zu beachten ist, dass die Winterhärte und Toleranzfähigkeit winterlicher Klimabedingungen je nach Provenienz unterschiedlich sein kann. Es könnten sich sowohl deutlich härtere Resistenzökotypen, als auch schwächere unter ihnen befinden. Dies habe ich leider bisher noch nicht getestet, ebenso bleibt offen, ob die zwergige Sorten in unserem Klima ebenfalls kleiner bleiben oder nicht: 'Telouet', 'Bashkoune', 'Kamedin', 'Tidili' und 'Dardès'.

Nerium oleander ''Cavalaire' hat eine doppelte bis dreifache Blüte mit einer kräftig rosa Farbe, duftet relativ stark. Er gehört zu den fünf härtesten Sorten, dürfte problemlos -12°C vertragen. Tiefere Temperaturen bisher noch nicht experimentell.

Nerium oleander 'Italia' blüht mit einfacher rötlicher Blüte, die aus der Ferne "leuchtet" und einen ganz leichten Duft hat. Es dürfte eines der härtesten Oleander sein und hat in Südfrankreich bis -12°C schadlos überstanden. In Mitteleuropa komplettes Zurückfrieren ab -15°C.

Nerium oleander 'Provence',
doppelte oder dreifache rosa Blüte mit leichtem Hauch von Gelb, Härte etwa -12°C bis -15°C, starker Duft. Gehört zu den fünf frosthärtesten Oleandern, gleichwohl das langfristige Verhalten im Freiland bisher noch nicht getestet wurde.

Nerium oleander 'Villa Romaine' besitzt eine einfache rosa-rote Blüte und hat schon -15°C fast ohne Schaden überlebt. Ab -16°C Zurückfrieren des Holzes: "N. oleander 'Villa Romaine' c'est le plus rustique de tous les lauriers-roses ! Peut supporter des périodes de gel prolongées, avec des pointes atteignant -12 à -15 °C, sans être rabattu par le froid." Also neben N. oleander 'Atlas' der härteste aller Oleander.


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