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Adenostyles alliariae (Gouan) A. Kern.
  synonym: Cacalia alliariae Gouan
Grauer Alpendost, Filz-Alpendost, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Sommerblüher, VI–VIII, 50–200 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Graue Alpendost tritt im Alpenraum und dem Schwarzwald verbreitet auf, ansonsten fehlt er in Mitteleuropa großflächig. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Bevorzugt siedeln die Pflanzen in feuchten Hochstaudenfluren, Mischwäldern, an Bachrändern und auf Lichtungen.

Es sind sommergrüne, aufrecht waschende Pflanzen mit Stängeln, die oben behaart und unten kahl sind. Die Laubblätter sind wechselständig, unterseits grau spinnwebig behaart, herz-nierenförmig, bis 50 cm breit und unregelmäßig gezähnt. Untere Laubblätter sind gestielt. Obere Laubblätter sind sitzend oder gestielt mit halbstängelumfassenden Öhrchen. Die zahlreichen Blütenköpfchen stehen in dichten, leicht gewölbten Doldenrispen. Jedes Köpfchen besteht aus 3–10 Einzelblüten mit purpurfarbenen Röhrenblüten, selten weiß. Die purpurfarbenen Narben ragen etwas aus der Krone heraus.


Abb. 1 Blütenkörbchen von Adenostyles alliariae, Laubmischwald unterhalb des Alpspitz, Nesselwang, 15.06.2022, 1.065 m, 47° 36' 38 N, 10° 30' 10 O Abb. 2 Grundständiges Laubblatt des Adenostyles alliariae, Laubmischwald unterhalb des Alpspitz, Nesselwang, 15.06.2022, 1.065 m, 47° 36' 38 N, 10° 30' 10 O

Abb. 3 Oberes Stängelblatt von Adenostyles alliariae mit den halbstängelumfassenden Öhrchen. Laubmischwald unterhalb des Alpspitz, Nesselwang, 15.06.2022, 1.065 m, 47° 36' 38 N, 10° 30' 10 O Abb. 4 Bestand des Adenostyles alliariae in einem schattigen Laubmischwald unterhalb des Alpspitz, Nesselwang, 15.06.2022, 1.065 m, 47° 36' 38 N, 10° 30' 10 O

Abb. 5 Mittleres Stängelblatt von Adenostyles alliariae, Laubmischwald unterhalb des Alpspitz, Nesselwang, 15.06.2022, 1.065 m, 47° 36' 38 N, 10° 30' 10 O Abb. 6 Blütenstand des Adenostyles alliariae, Laubmischwald unterhalb des Alpspitz, Nesselwang, 15.06.2022, 1.065 m, 47° 36' 38 N, 10° 30' 10 O

Abb. 7 Mittleres Stängelblatt von Adenostyles alliariae, Laubmischwald unterhalb des Alpspitz, Nesselwang, 15.06.2022, 1.065 m, 47° 36' 38 N, 10° 30' 10 O Abb. 8 Pflanze des Adenostyles alliariae, Laubmischwald unterhalb des Alpspitz, Nesselwang, 15.06.2022, 1.065 m, 47° 36' 38 N, 10° 30' 10 O


Der Gattungsname Adenostyles Cass. stammt von gr. "aden" (= Drüse) und gr. "stylos" (= Säule, Griffel), nach den mit Drüsen besetzten Narben. Das Art-Epithetin alliariae leitet sich ab von Alliaria petiolata (M. Bieb.) Cavara & Grande, der Knoblauchsrauke, nach der Ähnlichkeit der Laubblätter.

Adenostyles alliariae ist eine hübsche Sommerstaude für sonnige bis schattige und feuchte Stellen im Garten. Die Pflanzen sind anspruchslos.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2022: Adenostyles alliariae. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/adenostyles-alliariae.html am Tg.Mo.Jahr.

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