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Allium ursinum L.
Bärlauch, Rams, Alliaceae - Lauchgewächse
                auch: Amaryllidaceae - Amaryllisgewächse
Spätfrühlingblüher, IV–VI, 15–50 cm hoch, vorsommergrün, mehrjährig

Der Bärlauch tritt in Mitteleuropa selten bis verbreitet auf, mit Schwerpunkt in den Mittelgebirgen. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Bevorzugt siedeln die Pflanzen in Laub-, Hang- und Auenwäldern. Allium ursinum bevorzugt humusreiche, feuchte Standorte und tritt mancherorts siedlungsnah mit großen, verwilderten Beständen auf. Im Frühjahr kann A. ursinum bei idealen Bedingungen geschlossene Waldteppiche bilden. Zum Sommer hin fruchten die Pflanzen und ziehen wieder ein. Die Zwiebel ist spindelförmig. Je Pflanze gibt es 1–2 grundständige, deutlich gestielte und elliptisch-lanzettliche Blätter. Der Blütenstängel ist blattlos und kantig. Die weißen Blüten stehen zu 6–20 in Scheindolden.


Abb. 1 Massenbestand des Allium ursinum in einem Privatgarten in der Urdenbacher Kämpe, Baumberg bei Düsseldorf, 41 m, 51° 07' 07 N 06° 52' 34 O Abb. 2 Blühender Bestand des Allium ursinum im "Wald der Blauen Blumen" bei Doveren, Niederrhein, 58 m, 51° 02' 19 N 06° 14' 48 O

Abb. 3 Scheindolde des Allium ursinum im "Wald der Blauen Blumen" bei Doveren, Niederrhein, 58 m, 51° 02' 19 N 06° 14' 48 O Abb. 4 Allium ursinum mit beginnender Blüte im zeitigen Frühjahr bei Wuppertal-Vohwinkel, 12.04.2014, 302 m, 51° 13' 05 N 07° 11' 15 O

Abb. 5 Die Hohe Schlüsselblume, Primula elatior (L.) Hill, zusammen mit dem Bärlauch am Wegesrand im Hohenreutewald, Lauterbach, mittlerer Schwarzwald, 03.04.2010, 758 m, 48° 14' 06 N, 08° 18' 57 O Abb. 6 Allium ursinum im Flaumeichen-Wald am Lenzenberg, Ihringen, Kaiserstuhl, 13.03.2015, 430 m, 48° 03' 36 N, 07° 39' 17 O

Abb. 7 Allium ursinum mit Blütenständen, Waldrand in Siedlungsnähe der Olper Höhe, Remscheid, 11.05.2019, 301 m, 51° 13' 01 N, 07° 15' 08 O Abb. 8 Massenbestand des Allium ursinum im Laubmischwald am Lenzenberg, Kaiserstuhl, 14.03.2015, 429 m, 48° 03' 45 N, 07° 39' 22 O

Abb. 9 Frisch austreibendes Allium ursinum im zeitigen Frühjahr am Freeden, Bad Iburg, Niedersachsen, 13.03.2015, 292 m, 52° 09' 31 N, 08° 05' 28 O Abb. 10 Allium ursinum zusammen mit dem Hohlen Lerchensporn, Corydalis cava (L.) Schweigg. & Körte, am Freeden, Bad Iburg, Niedersachsen, 13.03.2015, 293 m, 52° 09' 33 N, 08° 05' 32 O


Der Gattungsname Allium L. leitet sich ab von lat. "allium" (= Knoblauch) und verweist auf die Ähnlichkeit von Geruch und Geschmack mit jenem. Das Art-Epitheton ursinum ist ebenfalls lateinischen Ursprungs, lat. "ursinus" (= Bär). Unklar ist das Motiv der Benennung nach dem Bären, vielleicht weil der Bärlauch im Lebensraum desselben wächst?

Als Gartenpflanze hat Allium ursinum zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine kulinarische Renaissance erfahren und wird häufig in Gärten gepflanzt. Bei guten Standortbedingungen kann der Bärlauch sich reichlich aussäen und große Bestände im Garten bilden. Ist das nicht gewünscht, sollten aufkommende Pflanzen regelmäßig entfernt werden. Die kulinarisch und naturheilkundlich genutzten Blätter werden am besten vor der Blüte geerntet.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Allium ursinum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/allium-ursinum.html am Tg.Mo.Jahr.

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