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Amorpha fruticosa L.
Scheinindigo, Bleibusch, Fabaceae - Hülsenfrüchtler, Hülsenfruchtgewächse
Frühsommerblüher, V–VI, 1–4 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Scheinindigo stammt auf Nordamerika (Kanada, USA und Mexiko), wo die Pflanzen in Wäldern, Strauchgesellschaften und dem Grasland wachsen, oft an Trockenstandorten. Auf anderen Kontinenten ist die Art eingebürgert. Es sind sommergrüne, meist aufrecht wachsende Sträucher mit flaumig behaarten Stämmen. Die Laubblätter sind wechselständig, 10–15 cm lang, gestielt, 1-fach unpaarig gefiedert mit 11–25 ovalen bis elliptischen, oberseits kahlen oder flaumhaarigen, unterseits weiß behaarten, 1–4 cm langen und 0,5–2 cm breiten Fiederblättern. Die Blütentrauben sind terminal oder subterminal, 7–15 cm lang, flaumhaarig mit 3–4 mm langen Hochblättern. Die Einzelblüten haben 2–3 mm lange Kelche mit 3-eckigen Zähnchen und etwa 6 mm lange, purpurfarbene Blütenkronen mit gelben Staubbeuteln. Die Besonderheit des Scheinindigo sind die reduzierten Blütenkronen, die weder Flügel noch Schiffchen aufweisen, sondern nur eingerollte Segel, mithin nicht wie bei den übrigen Hülsenfrüchtlern aus 5 Kronblättern bestehen. Später bilden sich 6–10 mm lange, dunkel braune, gebogene, drüsige, 1-samige Schoten.

Aufgrund ihres großen Verbreitungsgebietes ist die Art sehr variabel und es wurde ein ganzes Potpourri an Synonmen etabliert.


Abb. 1 Blütenstand der Amorpha fruticosa mit den purpurfarbenen Kronblättern und den gelben Staubbeuteln, Photo R+ M Bulk


Der Gattungsname Amorpha L. leitet sich ab von gr. "amorphos" (= ungestaltet, formlos), nach den reduzierten Blütenkronen. Das Epitheton fruticosa stammt von lat. "fruticosus" (= strauchig), nach dem Habitus der Art.

Amorpha fruticosa wir schon lange in Mitteleuropa angebaut. Die Pflanzen bevorzugen einen halbschattigen bis sonnigen Standort auf eher trockeneren Böden. Es empfehlen sich Kombinationen mit mediterranen Sträuchern oder als dominante Pflanze im Staudenbeet.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Amorpha fruticosa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/amorpha-fruticosa.html am Tg.Mo.Jahr.

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