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Anacamptis pyramidalis (L.) Rich.
     synonym: Orchis pyramidalis L.
Pyramiden-Spitzorchis, Pyramiden-Hundswurz, Orchidaceae - Orchideengwächse
Ende Vollfrühlingblüher, V–VII, 20–50 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Pyramiden-Spitzorchis tritt im Südwesten Mitteleuropas zerstreut auf, ist ansonsten selten und fehlt im Norden fast ganz. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Sie besiedelt fast ausschließlich kalkhaltige Standorte auf submediterranen Rasen, Trockenwiesen und - säumen.

Die Pflanzen bilden eine Blattrosette mit schmal lanzettlichen Laubblättern. Der Blütenstand ist dicht und vielblütig mit einfarbigen, leuchtend purpurroten Einzelblüten, selten weiß. Die seitlichen Perigonblätter sind abspreizend, die Lippe 3-lappig, am Grund mit 2 senkrechten Platten. Der lange, fadenförmige Sporn ist gleich lang oder länger als der Fruchtknoten.


Abb. 1 Pflanzen des Anacamptis pyramidalis in einem Halbtrockenrasen am Bahlinger Eck, Kaiserstuhl, 28.05.2018, 437 m, 48° 06' xx N, 07° 41' xx O Abb. 2 Blütenstände von Anacamptis pyramidalis in einem submediterranen Halbtrockenrasen auf Kalk am Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 141 m, 52° 11' xx N, 07° 53' xx O

Abb. 3 Blütenstand von Anacamptis pyramidalis in einem Halbtrockenrasen am Bahlinger Eck, Kaiserstuhl, 28.05.2018, 437 m, 48° 06' xx N, 07° 41' xx O Abb. 4 Blüten und beginnde Fruchtbildung von Anacamptis pyramidalis. Die Sporne sind länger als die Fruchknoten. Auf Kalk am Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 141 m, 52° 11' xx N, 07° 53' xx O

Abb. 5 Blühender Bestand von Anacamptis pyramidalis in einem submediterranen Halbtrockenrasen auf Kalk am Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 141 m, 52° 11' xx N, 07° 53' xx O Abb. 6 Laubblätter der Anacamptis pyramidalis am Finkenberg bei Lengerich, 09.07.2016, 141 m, 52° 11' xx N, 07° 53' xx O

Abb. 7 Weißblütige Anacamptis pyramidalis im Halbtrockenrasen im Naturschutzgebiet Totengrien bei Istein, 10.08.2016, 238 m, 47° 39' xx N, 07° 32' xx O Abb. 8 Blütenstand von Anacamptis pyramidalis im Halbtrockenrasen im Naturschutzgebiet Totengrien bei Istein, 10.08.2016, 238 m, 47° 39' xx N, 07° 32' xx O


Der Gattungsname Anacamptis Rich. leitet sich ab von gr. "anakamptos" (= umgekehrt, umgebogen), nach dem scheinbar umgekehrten Perigon mit der Lippe nach oben und dem Sporn nach unten. Das Epitheton pyramidalis stammt von lat. "pyramidalis" (= pyramidenförmig), nach der Form der Blütenstände.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Anacamptis pyramidalis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/anacamptis-pyramidalis.html am Tg.Mo.Jahr.

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