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Aspidistra

Aspidistra eliator

Aspidistra eliator, die Schusterpalme, gehört zwar zu den einkeimblättrigen Exoten (Monokotyledone), ist jedoch keine Palme sondern eine Asparagaceae, Spargelgewächs. Trotzdem ihr nachgesagt wird kaum Fröste auszuhalten, gibt es eine ganze Reihe positiver Freilanderfahrungen in Mitteleuropa, sogar vereinzelt mit leichtem Schutz bis in Zone 7b. Archtektonisch hat A. eliator einen durchaus tropischen Touch, der insbesondere durch das immergrüne Verhalten den Garten aufwertet.

Seit den Nachkriegsjahren des jungen demokratischen Mitteleuropas haftet der Schusterpalme etwas der Bourgeoisie oder Spießerhaftes an. Begründet dürfte das in der ausgeprochenen Massenhaltung in den Haushalten zwischen den Weltkriegen besonders in Großbritannien begründet sein. Die Schusterpalme fand daher auch literarischen Einzug in G. Orwells Roman "Die Wonnen der Aspidistra", wo Aspidistra eliator als Metapher des Spießertums fungiert.

Unabhängig dieser interessanten Geschichte dürfte die Perzeption heute eine grundlegend andere sein. Der Exotengarten fordert nämlich gerade dazu auf, solche Exoten in die Gestaltung zu integrieren: robust, immergrün, schattenverträglich, trocken- und feuchtigkeitstolerant, tropisches Blatt. Was will man eigentlich mehr?


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