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Aster bellidiastrum (L.) Scop.
  synonym: Bellidiastrum michelii Cass.
                 Doronicum bellidiastrum L.
                 Erigeron andicola DC.
                 Margarita bellisiastrum (L.) Gaudin
Alpenmaßliebchen, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Frühsommerblüher, IV–VIII, 05–30 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Alpenmaßliebchen tritt in Mitteleuropa in den Alpen und Südschwarzwald selten bis verbreitet auf. Ansonsten fehlt es ganz. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Bevorzugt siedeln die Pflanzen in Quellfluren, Felshabitaten und Schluchtwäldern, gerne auf Kalk.

Es sind immergrüne Pflanzen mit einer basalen Blattrosette und blattlosen Blütenstängeln. Die Laubblätter sind spatelförmig, verkehrt ei-lanzettlich oder elliptisch, in den Stiel verschmälert, ganzrandig oder stumpf gesägt, kraushaarig. Die Stängel sind aufrecht oder aufsteigend, behaart und tragen jeweils 1 Blütenköpfchen. Die Blütenköpfchen sind 2–4 cm im Durchmesser, haben weiße oder gelegentlich etwas rötliche Zungenblüten und gelbe Röhrenblüten. Die Hüllblätter sind 2-reihig und lang zugespitzt. Später bilden sich behaarte Früchte mit Pappus (= "Fallschirm", im Unterschied zu Bellis L., die keinen Pappus haben).


Abb. 1 Blühende Pflanze des Aster bellidiastrum in einer Felswand des Schloßbachel-Tals, Nesselwang, 15.06.2022, 1.044 m, 47° 36' 41 N, 10° 30' 06 O Abb. 2 Verkehrt ei-lanzettliches, lang gestieltes Laubblatt von Aster bellidiastrum. Schloßbachel-Tal, Nesselwang, 15.06.2022, 1.044 m, 47° 36' 41 N, 10° 30' 06 O

Abb. 3 Blütenkörbchen von Aster bellidiastrum in einer Felsflur in der Höllentalklamm bei Grainau, 16.06.2022, 1.209 m, 47° 26' 39 N, 11° 02' 31 O Abb. 4 Lang zugespitzte und 2-reihige Hüllblätter des Aster bellidiastrum im Schloßbachel-Tal, Nesselwang, 15.06.2022, 1.044 m, 47° 36' 41 N, 10° 30' 06 O


Der Gattungsname Aster L. leitet sich ab von gr. "aster" (= Stern) und bezieht sich auf die sternförmig radiären Korbblüten. Das Art-Epitheton bellidiastrum stammt von lat. "bellis" (= Gänseblümchen), Genitiv "bellidis", und dem vergröbernden Suffix "-astrum".


Aster bellidiastrum eignet sich für den Steingarten oder alpine Beete an halbschattiger bis schattiger Stelle. Etwas feuchtere Standorte und neutrale Bodenverhältnisse werden gut toleriert.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2022: Aster bellidiastrum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/aster-bellidiastrum.html am Tg.Mo.Jahr.

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