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Atriplex nummularia Lindl.
  synonym: Atriplex halimoides var. monumentalis C. Sprenger
                 Atriplex johnstonii C.B. Wolf
Riesenmelde, Chenopodiaceae - Gänsefußgewächse
             auch: Amaranthaceae - Fuchsschwanzgewächse
Spätsommerblüher, VIII–XI, 150–300 cm hoch, (halb-)immergrün, mehrjährig

Die Riesenmelde stammt aus Australien, wo die Pflanzen an Salzstandorten, zeitweise überfluteten Lehmflächen oder auf alkalischen Sedimenten wachsen. In Nordamerika, dem Mittelmeergebiet und Asien ist die Art eingebürgert. Es sind meist immergrüne, silbrig-blaue, aufrecht oder ausladend wachsende Sträucher bis 3 m Höhe, die von unten an verzweigt sind. Unter harschen Witterungsbedingungen wie starkem Frost oder langer Trockenheit können die Pflanzen laubabwerfend sein. Die Laubblätter sind silbrig-blau, wechselständig, kurz gestielt, fast ledrig, oval oder rhombisch bis fast rund, 1,5–6 cm breit und lang mit gezähnten und gewellten Blatträndern. Männliche Blüten stehen in einer bis 20 cm langen Gesamtrispe, die aus mehreren, loacker arranierten Ähren besteht. Weibliche Blüten stehen in dichten Rispen, achselständig oder entlang der Zweige männlicher Blütenstände. Später bilden sich Früchte, die von bis zu 12 mm langen Vorblättern umhüllt sind. Diese Vorblätter rhombisch oder rund, papierartig oder dick und korkartig, mit netzartiger Nervatur. Die Samen sind braun und bis 2 mm breit.


Abb. 1 Ein "bestäubt" aussehender Stängel von Atriplex nummularia mit den meist in Längsreihen stehenden, zusammengefallenen Blasenhaaren, die der Pflanzen das "mehlige" Aussehen verleihen, Privatgarten, 06.04.2019 Abb. 2 Obere Sprossachse von Atriplex nummularia mit den blausilbrigen Laubblättern, Privatgarten, 06.04.2019


Der Gattungsname Atriplex L. stammt von gr. "atraphaxys" (= Spinat, Melde), nach den essbaren Laubblättern, die spinatähnlich verarbeitet werden, später zu lat. "atriplex" (Garten-Melde), für die kultivierte Garten-Melde. Das Art-Epitheton nummularia stammt von lat. "nummulus" (= kleines Geldstück) und beschreibt die rundlichen Laubblätter der Art.

Atriplex nummularia wird schon lange gemäßigten Zonen kultiviert, besonders in Nordamerika, wo die Art ursprünglich zur Küstenstabilisierung angebaut wurde und inzwischen fest eingebürgert ist. Die Winterhärte für Mitteleuropa ist nicht sicher bekannt. Die Pflanzen sind sehr anpassungsfähig und tolerieren eine ganze Reihe unterschiedlicher Böden von saliner Umgebung bis hin zu kargen Sandflächen oder alkalischen Untergründen. Ideal dürfte ein sonniger Standort auf abgemagerten Böden sein.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Atriplex nummularia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/atriplex-nummularia.html am Tg.Mo.Jahr.

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