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Atropa belladonna L.
  synonym: Atropa acuminata Royle
Echte Tollkirsche, Solanaceae - Nachtschattengewächse
Sommerblüher, VI–VIII, 50–200 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Echte Tollkirsche tritt in Mitteleuropa in der Mitte und im Süden überwiegend zerstreut bis verbreitet auf, im Norden eher selten oder fehlt dort weitestgehend. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. Bevorzugt siedeln die Pflanzen in Wäldern, auf Lichtungen und entlang von Wegen, gerne auf basenreichen Böden. Die Pflanzen bilden eine Hauptwurzel mit Erneuerungsknospen (Pleiokormstaude), wachsen aufrecht, ausladend mit stumpfkantigen, oben verästelten und fein behaarten Stängeln. Die Laubblätter sind eiförmig bis elliptisch, bis 15 cm lang und 8 cm breit, anfangs flaumig behaart, später verkahlend. Die Blüten stehen einzeln, sind hängend, braunviolett, innen gelblich, 2,5–3,5 cm lang, mit glockiger Krone. Später bilden sich kugelige, schwarze, glänzende, bis 1,5 cm große Beeren.


Abb. 1 Unreife Frucht und Blüte der Atropa belladonna an einem Waldweg am Lemberg, Oberhausen an der Nahe, 10.07.2020, 381 m, 49° 46' 43 N, 07° 46' 09 O Abb. 2 Eiförmige Laubblätter der Atropa belladonna an einem Wegesrand am Haselschacher Buck, Kaiserstuhl, 20.06.2019, 499 m, 48° 05' 39 N, 07° 41' 40 O

Abb. 3 Braunviolette Blütenkrone der Atropa belladonna an einem Wegesrand am Haselschacher Buck, Kaiserstuhl, 20.06.2019, 499 m, 48° 05' 39 N, 07° 41' 40 O Abb. 4 Blüten der Atropa belladonna auf einer Waldlichtung nahe Breinig, Eifel, 24.07.2011, 301 m, 50° 43' 57 N, 06° 15' 39 O

Abb. 5 Schwarze, reife Frucht der Atropa belladonna auf einer Waldlichtung nahe Breinig, Eifel, 24.07.2011, 301 m, 50° 43' 57 N, 06° 15' 39 O Abb. 6 Habitus von Atropa belladonna auf einer Waldlichtung nahe Breinig, Eifel, 24.07.2011, 301 m, 50° 43' 57 N, 06° 15' 39 O


Der Gattungsname Atropa L. stammt von lat. "ater" (= schwarz), nach der Fruchtfarbe. Das Epitheton belladonna stammt von ital. "belladonna" (= schöne Dame), nach der pupillenerweiternden Wirkung.

Der Echte Tollkirsche wächst am besten in der Gehölzsammlung aus nährstoffreichen, humosen und durchlässigen Böden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Atropa belladonna. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/atropa-belladonna.html am Tg.Mo.Jahr.

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