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Bassia laniflora (S .G. Gmel.) A. J. Scott
  synonym: Kochia arenaria (G. Gaertn., B. Mey. & Scherb.) Roth
                 Kochia laniflora (S. G. Gmel.) Borbás
                 Salsola laniflora S. G. Gmel.
Sand-Radmelde, Chenopodiaceae - Gänsefußgewächse
Hochsommerblüher, VII–X, 10–40 cm hoch, sommergrün, einjährig

Die Sand-Radmelde tritt in Mitteleuropa selten auf, mit Vorkommen alleinig im nördlichen Oberrheingraben, ansonsten fehlt sie ganz. Ihr Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. Bevorzugt werden ruderale, basenhaltige Sandrasen besiedelt.

Die Pflanzen sind am Grunde verzweigt mit niederliegenden bis aufrechten, dicht flaumig behaarten Stängeln, später verkahlend. Die Laubblätter sind pfriemlich bis lineal, etwa 5 mm breit und bis 2,5 cm lang. Die Blüten stehen zu 1–2 in den Blattachseln, sind unscheinbar und tragen am Grunde einen Kranz weißer oder hellbrauner Haare. Später bilden sich Früchte mit trockenhäutigen, voneinander getrennten Anhängseln.


Abb. 1 Aufrechte Pflanzen der Bassia laniflora im subpannonischen Sandrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 18.08.2021, 96 m, 49° 44' 50 N, 08° 35' 24 O Abb. 2 Blütenstand der Bassia laniflora mit den "wollig" erscheinenden Blüten. Subpannonischer Sandrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 18.08.2021, 96 m, 49° 44' 50 N, 08° 35' 24 O

Abb. 3 Niederliegende bis aufsteigende Stängel der Bassia laniflora im subpannonischen Sandrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 18.08.2021, 96 m, 49° 44' 50 N, 08° 35' 24 O Abb. 4 Lineale Laubblätter und Blüten mit gelben Staubblättern der Bassia laniflora im Sandrasen der Sandhausener Dünen, Sandhausen, 22.08.2021, 114 m, 49° 19' 55 N, 08° 39' 32 O

Abb. 5 Locker verzweigende Stängel der Bassia laniflora im Sandrasen der Sandhausener Dünen, Sandhausen, 22.08.2021, 114 m, 49° 19' 55 N, 08° 39' 32 O Abb. 6 Blütenstände der Bassia laniflora mit Besuch. Sandrasen der Sandhausener Dünen, Sandhausen, 22.08.2021, 114 m, 49° 19' 55 N, 08° 39' 32 O


Der Gattungsname Bassia All. wurde zu Ehren des italienischen Botanikers Ferdinando Bassi (1710–1774) etabliert. Das Epitheton laniflora stammt von lat. "lana" (= Wolle) und lat. "-florus" (= -blütig), nach den wollig aussehenden Blüten.

Bassia laniflora ist eine einjährige Art, die für den spezialisierten Gärtner von Interesse ist und auf offene, sonnige und trockene Stellen bevorzugt.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Bassia laniflora. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/bassia-laniflora.html am Tg.Mo.Jahr.

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