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Berberis salicaria Fedde
synonym:
  Berberis brachypoda var. salicaria (Fedde) C. K. Schneid.
  Berberis giraldii Hesse
  Berberis mitifolia L.
Weiden-Berberitze, Berberidaceae - Berberitzengewächse
Frühlingblüher, IV–VI, 1–2,5 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Weiden-Berberitze stammt aus China, wo die Pflanzen in lichten Wäldern oder an Waldrändern auf etwa 1.200 m über Meereeshöhe wachsen.

Es sind laubabwerfende Sträucher bis 2,5 m Höhe. Die Zweige sind gelb-grau, locker flaumig behaart mit (1–)3-teiligen, 1–5 cm langen Dornen. Die Laubblätter sind lanzettlich, oberseits dunkelgrün und kahl, unterseits blass grün und flaumig behaart, 6–12 cm lang, 1–4 cm breit, papierartig, 15–40-zähnig je Seite, mit 1–3 cm langem Blattstiel. Der Blütenstand ist eine 25–50-blütige, 7–17 cm lange, manchmal gestielte, ährenartige Traube. Die Einzelblüten besitzen lanzettliche, 3–4 mm lange Tragblätter und etwa 2 mm lange, kahle Blütenstiele. Die Blütenkelche stehen in 3 Quirlen, innere sind länglich-eiförmig, etwa 2,5 mm lang und 1,5 mm breit, mittlere sind länglich-elliptisch, etwa 3 mm lang und 2 mm breit, äußere sind verkehrt eiförmig, etwa 5 mm lang und 4 mm breit. Die Kronblätter sind länglich-verkehrt eiförmig, 5–6 mm lang, 2,5–3 mm breit und gelb. Später bilden sich rote, verkehrt eiförmige bis elliptische, 9–10 mm lange, etwa 6 mm breite Früchte, ohne persistierenden Griffel, die jeweils 1–2 braune, längliche, etwa 6 mm lange, 2–2,5 mm breite Samen enthalten.


Abb. 1 Blühender Zweig der Berberis salicaria im Botanischen Garten Leipzig, 05.05.2024
Abb. 2 Blühender Strauch der Berberis salicaria im Botanischen Garten Leipzig, 05.05.2024
Abb. 3 Hängender Blütenstand von Berberis salicaria im Botanischen Garten Leipzig, 05.05.2024
Abb. 4 Stämmchen der Berberis salicaria mit den 3-teiligen Dornen. Botanischer Garten Leipzig, 05.05.2024


Nicht gesichert ist die Ableitung des Gattungsnamens Berberis L., der schon im spätgr. "berberis" vorkommt und wohl auf das arabische "Berber" bezogen wurde, was gleichwohl unklar bleibt. Das Epitheton salicaria stammt von lat. "salix" (= Weide), nach der Ähnlichkeit der Laubblätter mit Pflanzen der Gattung Salix L. Das Epitheton giraldii wurde zu Ehren von Giuseppe Giraldi (1848–1901) etabliert, einem italienischen Missionar in China und Erforscher der asiatischen Flora.

Berberis salicariae sind dekorative Sträucher, die durch die profuse Blüte und bizarre Architektur imponieren. Für einen ansprechenden Habitus sollte der Standort sonnig sein.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2024: Berberis salicaria. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/berberis-giraldii.html am Tg.Mo.Jahr.