Startseite

Broussonetia papyrifera (L.) L'Hér. ex Vent.
  synonym: Morus papyrifera L.
                 Papyrius papyrifera (L.) Kuntze
                 Smithiodendron artocarpioideum H. H. Hu
Papiermaulbeerbaum, Moraceae - Maulbeergewächse
Frühlingblüher, IV–V, 10–20 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Papiermaulbeerbaum ist ein zweihäusiger, aufrecht wachsender, laubabwerfender Baum mit meist 1 Stamm. Er stammt aus dem asiatischen Raum in einem relativ großen Gebiet von Indien bis China und von Japan bis auf die pazifischen Inseln, wo die Pflanzen in Wäldern wachsen. Die Borke ist dunkel grau. Junge Zweige sind dicht flaumhaarig, mit eiförmigen, 1,5–2 cm langen Nebenblättern. Die Laubblätter sind spiralig angeordnet, breit eiförmig bis schmal elliptisch, besonders bei jungen Bäumen 3–5-fach tief gelappt, 6–18 cm lang, 5–9 cm breit, unterseits dicht flaumhaarig, oberseits locker flaumhaarig, randständig gesägt. mit eine, 2,3–8 cm langen Blattstiel. Männliche Blütenkätzchen sind 3–8 cm lang, ährig, flaumig behaart, mit lanzettlichen Hochblättern und Einzelblüten mit 4-lappigem, flaumig behaartem Kelch. Weibliche Blütenstände sind kugelförmig, orange-rot, 1,5–3 cm im Durchmesser, flaumig behaart mit zahlreichen langen, rosafarbenen Haaren. Die Steinfrüchte sind gestielt und tragen 2 Reihen von kleinen Warzen.


Abb. 1 Weiblicher Blütenstand der Broussonetia papyrifera, Photo R. und M. Bulk Abb. 2 Tief fiederschnittiges Laubblatt der Broussonetia papyrifera in einem Privatgarten, 05.05.2020

Abb. 3 Bizarres, tief fiederschnittiges Laubblatt der Broussonetia papyrifera in einem Privatgarten, 05.05.2020


Der Gattungsname Broussonetia L'Hér. ex Vent. wurde zu Ehren von Pierre-Marie-Auguste Broussonet (1761-1807) etabliert, einem französischen Botaniker, der das Linnésche Binominalsystem in Frankreich einführte. Das Epitheton papyrifera spiegelt die traditionelle Nutzung zur Papierherstellung wieder.

Nicht nur die Jungendblätter der Broussonetia papyrifera wirken ausgesprochen tropisch, auch die weiblichen Blütenstände sind sehr dekorativ. Die Art ist bis Z 7 winterhart und sollte sonnig gesetzt werden.

Referenz
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Broussonetia papyrifera. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/broussonetia-papyrifera.html am Tg.Mo.Jahr.

© Tropengarten

info@tropengarten.de