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Centaurium pulchellum (Sw.) Druce
  synonym: Erythraea pulchella (Sw.) Fr.
                 Erythraea ramosissima Pers.
                 Gentiana centaurium L.
                 Gentiana pulchella Sw.
                 Gentiana ramosissima Vill.
Zierliches Tausendgüldenkraut, Gentianaceae - Enziangewächse
Hochsommerblüher, VII–IX, 01–15 cm hoch, sommergrün, einjährig

Das Zierliche Tausendgüldenkraut tritt in Mitteleuropa an den Küsten verbreitet und im Binnenland selten bis zerstreut auf. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. Es besiedelt Salzwiesen, feuchte Dünen, Gewässerränder und Ruderalstandorte, gerne auf Kalk. Es sind einjährige Pflanzen meist ohne grundständige Blattrosette und Stängeln, die sich in ganzer Länge verzweigen. Die Blätter stehen kreuzgegenständig, sind rundlich bis eiförmig. Die Blüten stehen locker in Dichasien, sind 5-zählig mit rosafarbigen bis fleischroten Kronblättern. Selten finden sich weiße Kronblätter. Bei regnerisch-kühler Witterung bleiben die Blüten geschlossen und öffnen sich bei Sonnenschein und Wärme.


Abb. 1 Locker verzweigende Pflanze des Centaurium pulchellum am Flinthörnpfad im Westen von Langeoog, 26.07.2019, 1 m, 53° 43' 34 N, 07° 28' 07 O Abb. 2 Auch häufig sind wenigblütige Exemplare des Centaurium pulchellum. Flinthörnpfad im Westen von Langeoog, 26.07.2019, 1 m, 53° 43' 34 N, 07° 28' 07 O


Der Gattungsname Centaurium Hill leitet sich ab von lat. "centum aurei" (= 100 Goldstücke) zu Hundertguldenkraut und später dann augmentativ als Tausendgüldenkraut übersetzt. Es dürfte ein Hinweis auf den Heilwert der Pflanzen sein. Das Epitheton pulchellum leitet sich ab von lat. "pulcher" (= schön), zum Deminutiv "pulchellus" (= recht schön, hübsch), nach dem Habitus der Pflanzen.

Das Zierliche Tausendgüldenkraut ist eine kleine, hübsch blühende Staude für das Alpinum oder den Steingarten. Die Pflanzen sind einjährig und benötigen einen offenen Boden, um sich erfolgreich aussäen zu können. Sandige, kalk- oder salzhaltige Untergründe und ein sonniger Stand sind hilfreich.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Centaurium pulchellum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/centaurium-pulchellum.html am Tg.Mo.Jahr.

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