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Cephalanthera rubra (L.) Rich.
  synonym: Serapias rubra L.
                 Limodorum rubrum (Rich.) Kuntze
                 Helleborine rubra (L.) Schrank
Rotes Waldvöglein, Orchidaceae - Orchideengwächse
Ende Vollfrühlingblüher, IV–VI, 30–60 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Das Rote Waldvöglein tritt in Mitteleuropa zerstreut in den kalkhaltigen Mittelgebirgen und dem nordöstlichen Tiefland auf, ansonsten ist es selten oder fehlt im nordwestlichen Tiefland ganz. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. Bevorzugt besiedelt es kalkhaltige, lichte Mischwälder, deren Säume, Wiesen und Strauchgesellschaften. Der Stängel ist kurzhaarig. Die Laubblätter sind lanzettlich. Die Blüten sind rosafarben, bis 4 cm breit, mit spitzen, waagerecht abspreizenden, seitlichen Sepalen, ohne Sporn. Die Lippe hat bräunlich graue Langsleisten auf weißer Platte. Die Fruchtknoten sind kurzhaarig.


Abb. 1 Mehrere Cephalantherae rubrae auf einer Wiese im Arboretum Liliental, Ihringen, Kaiserstuhl, 20.06.2019, 320 m, 48° 04' xx N, 07° 40' xx O Abb. 2 Blüte von Cephalanthera rubra auf einer Wiese im Arboretum Liliental, Ihringen, Kaiserstuhl, 20.06.2019, 320 m, 48° 04' xx N, 07° 40' xx O

Abb. 3 Cephalanthera rubra in einem halbschattigen Saum im Arboretum Liliental, Ihringen, Kaiserstuhl, 28.05.2018, 324 m, 48° 04' xx N, 07° 40' xx O Abb. 4 Mittleres Laubblatt der Cephalanthera rubra in einem halbschattigen Saum im Arboretum Liliental, Ihringen, Kaiserstuhl, 28.05.2018, 324 m, 48° 04' xx N, 07° 40' xx O

Abb. 5 Blütenstand von Cephalanthera rubra auf einer Wiese im Arboretum Liliental, Ihringen, Kaiserstuhl, 20.06.2019, 316 m, 48° 04' xx N, 07° 40' xx O Abb. 6 Blütenstand in der Entwicklung bei Cephalanthera rubra auf einer Wiese im Arboretum Liliental, Ihringen, Kaiserstuhl, 20.06.2019, 320 m, 48° 04' xx N, 07° 40' xx O


Der Gattungsname Cephalanthera Rich. leitet sich ab von gr. "kephale" (= Kopf) und gr. "anthos" (= blühend), eine Beschreibung der Blütenmorphologie, da die Staubbeutel rundlich sind, ähnlich einem Kopf. Vergleiche die Gattung Platanthera Rich., deren fertile Staubbeutel flach und breit ausgebildet sind; gr. "platys" (= flach, breit). Das Epitheton rubra stammt von lat. "ruber" (= rot) und beschreibt die Blütenfarbe.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Cephalanthera rubra. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cephalanthera-rubra.html am Tg.Mo.Jahr.

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