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Coccoloba uvifera (L.) L.
  synonym: Guaiabara uvifera (L.) House
                 Polygonum uvifera L.
Strandtraube, Seetraube, Polygonaceae - Knöterichgewächse
Ganzjahresblüher, I–XII, 2–15 m hoch, (sommer-)immergrün, mehrjährig

Die Strandtraube stammt aus (sub-)tropischen Regionen des amerikanischen Kontinents, wo die Pflanzen in den Dünen oder küstennahen Hartlaubwäldern in Höhen von 0–10 m über NN wachsen. Es sind immergrüne Sträucher oder Bäume, die kriechend, aufsteigend oder aufrecht wachsen. Die Stämme sind reich verzweigt und haben eine graue, glatte Borke, die in dünnen, braunen bis weißen Platten abschilfert. Junge Zweige sind grün und flaumig behaart, später grau und kahl oder flaumig. Wie andere Arten der Knöterichgewächse hat auch die Strandtraube Nebenblattscheiden (Ochrea), bei denen es sich um häutige Umbildungen am Blattgrund handelt; diese sind braun bis rot-braun, 3–8 mm lang, zylindrisch oder trichterförmig, kahl oder behaart. Die Laubblätter haben einen 5–15 mm langen, behaarten Stiel und sind oberseits grün bis blau-grün, unterseits blass-grün, rund bis transvers elliptisch, 6–27 cm lang und breit, ganzrandig, kahl und haben einen herzförmigen Blattgrund. Die Blütenstände sind 10–30 cm lang und traubenähnlich. Die Einzelblüten sind weiß, bis 2 cm breit und stehen zu 1–7 in Büscheln. Später bilden sich kugelige, bis 2 cm breite, anfangs grüne, später purpurfarbene bis blauschwarze Früchte.

Die weiblichen Blütenstände tragen die Einzelblüten anfangs in Büscheln zu 1–5, von denen bis auf 1 Blüte alle anderen inklusive der Blütenstiele bald abfallen. Später bildet sich daraus die einzeln stehende Frucht, so dass der Fruchtstand tatsächlich aussieht wie eine Traube, botanisch im strengen Sinne aber keine echte ist, da die Blüten zu mehreren in Büscheln angelegt sind.


Abb. 1 Sträucher der Coccoloba uvifera am Leuchtturm auf Key Biscayne, Florida, 26.10.2018, 4 m, 25° 40' 03 N, 80° 09' 20 W Abb. 2 Sprossachsen der Coccoloba uvifera am Rand der Mangroven im Matheson Hammock County Park, Miami, Florida, 25.10.2018

Abb. 3 Laubblätter von Coccoloba uvifera am Rand der Mangroven im Matheson Hammock County Park, Miami, Florida, 25.10.2018 Abb. 4 Hellgraue, glatte Borke der Coccoloba uvifera am Rand der Mangroven im Matheson Hammock County Park, Miami, Florida, 25.10.2018


Der Gattungsname Coccoloba P. Browne stammt ursprünglich von lat. "coccolobis" (= basilica, ein iberischer Name einer Rebsorte), der erst später an gr. "kokkos" (= Kugel, Pille) und gr. "lobos" (= Lappen, Hülse) angeglichen wurde. Das Epitheton uvifera stammt von lat. "uva" (= Traube) und lat- "-fer" (= -tragend), zu "traubentragend", nach den traubenähnlichen Fruchtständen.

Coccoloba uvifera sind dekorative Pflanzen für (sub-)tropische Gärten, die weitestgehend frostfrei sind. Schon geringe Fröste können zu Schäden und zum Absterben führen. In kühleren Regionen werfen die Pflanzen im Winter das Laub ab.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Coccoloba uvifera. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/coccoloba-uvifera.html am Tg.Mo.Jahr.

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