Cordyline australis Hook. f.
Keulenlilie, Asparagceae - Spargelgewächse
Nordsommerblüher, V–VI, 7–20 m hoch, immergrün, mehrjährig
Cordyline australis stammt aus Neuseeland, wo die Pflanzen fast über die gesamten Inseln des Landes verbreitet sind und unterschiedlichste Standorte besiedeln. Sie gehört zu den markanten Pflanzen des Landes, die die Landschaft prägen. Es sind immergrüne Pflanzen mit terminalen Blattschöpfen, die einen oder mehrere, aufrechte, kräftige, mehr oder weniger verzweigende Stämme aufweisen. Die erste Verzweigung erfolgt zumeist erst, nachdem die Individuen das erste Mal geblüht haben. In den unteren Bereichen können die Stämme Durchmesser bis 2 m erreichen. Die Borke ist blass grau bis grau-braun, rissig und korkartig. Die terminalen Blattschöpfe bestehen aus 40–100 cm langen Laubblättern, die schwertartig, schmal lanzettlich, basisnah 3–7 cm breit, grün bis grünbraun und kahl sind. Sie weisen eine prominente Mittelrippe mit zahlreichen parallelen Blattnerven auf. Die Blütenstände erscheinen im Frühling bis Sommer und sind reich verzweigte Rispen, bis 100 cm lang und tragen viele, fast sitzende, duftende, nektarreiche, gelblich-weiße, 5–6 mm im Durchmesser große Einzelblüten. Später bilden sich weiße, 5–7 mm große, kugelige Beerenfrüchte.









Der Gattungsname Cordyline Comm. ex R. Br. stammt von gr. "kordyle" (= Keule), wahrscheinlich bezieht sich das auf die Blütenstände. Das Art-Epitheton australis stammt von lat. "australis" (= südlich), nach dem Standort auf der Südhalbkugel.
Cordyline australis ist ein architektonisch wertvoller Exot mit schlankem Stamm und ornamentalem, yucca-artigem Schopf. Die Pflanzen wachsen zudem zügig und erreichen nach einigen Jahren mehrere Meter Höhe. Leider ist C. australis nicht winterhart und sollte mit regelmäßigem Winterschutz im Freiland angebaut werden. Wählen sie einen sonnigen, feuchten, aber gut drainierten Standort. Bei starkem Schneefall sollte man den Schopf kurzfristig zusammenbinden oder schützen, damit Blätter oder Stamm durch das Gewicht nicht abknicken. Ansonsten ist es auch eine genügsame Kübelpflanze, die problemlos im Kaltgewächshaus oder dem Wintergarten überwintert werden kann.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Cordyline australis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cordyline-australis.html am Tg.Mo.Jahr.