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Cupressus sempervirens L.
  synonym: Cupressus pyramidalis Targ. Tozz.
Mittelmeer-Zypresse, Cupressaceae - Zypressengewächse
Frühlingsblüher, III–V, 20–30 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Mittelmeer-Zypresse stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet, wurde aber schon in der Antike im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Heutzutage ist sie in vielen Regionen landschaftsbildend und ein Charakterbaum mancher Regionen, nicht alleinig nur Italiens. In den Gebirgen steigt die Art bis auf etwa 1.600 m über NN auf und kann zum Teil waldbildend sein. Es werden 2 Formen der Art unterschieden, die jeweils einen anderen Wuchshabitus haben. Die waldbildenden Formen werden fo. horizontalis genannt und haben waagerecht sich ausbreitende Äste. Die überwiegende Zahl der Kulturformen hingegen werden fo. sempervirens genannt, die schlank aufrechten Säulenzypressen. Die Blätter duften aromatisch, sind dunkelgrün, 0,5–1 mm lang, stehen kreuzweise gegenständig und decken sich schuppenförmig. Die weiblichen Zapfen sind kugelig, 2,5–4 cm im Durchmesser, mit 8–14 holzigen Schuppen, im Reifezustand gelblich-braun. Männliche Zapfen sind kurz, hellbraun und stehen an den Zweigenden.


Abb. 1 Mehrere Cupressus sempervirens oberhalb der Altstadt von Kotor, Montenegro, 11.10.2015, 45 m, 42° 25' 30 N, 18° 46' 22 O Abb. 2 Säulenform der Cupressus sempervirens links und Wildform mit waagerechten Ästen rechts an der Caserma Vecchia in den Bergen des Sette Frattelli, Sardinien, 18.10.2016, 570 m, 39° 16' 22 N, 09° 25' 00 O

Abb. 3 Etwas ältere Cupressus sempervirens im Europapark Rust, welche schon als größeres Exemplar ausgepflanzt wurde, 31.03.2010 Abb. 4 Säulenform der Cupressus sempervirens in einem Mischwald nahe der Grenze zu Kroatien, Montenegro, 11.10.2015, 59 m, 42° 28' 44 N, 18° 27' 54 O

Abb. 5 Mehrere Cupressus sempervirens in Säulenform und eine Wildform mit horizontalen Ästen oberhalb der Altstadt von Kotor, Montenegro, 11.10.2015, 37 m, 42° 25' 25 N, 18° 46' 19 O


Der Gattungsname Cupressus L. ist griechischen Ursprungs, gr. "kyparissos" (= Echte Zypresse), später zu lat. "cupressus". Wahrscheinlich spielt die Mythologie des Cyparissos aus Keos eine Rolle, der sich in eine Zypresse verwandeln lässt, nachdem er einen befreundeten Hirsch versehentlich erschießt. Das Epitheton sempervirens stammt von lat. "semper virens" (= immer grünend), eine treffende Bezeichnung.

Die Mittelmeer-Zypresse ist winterhart in Z 8.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer. und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Cupressus sempervirens. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cupressus-sempervirens.html am Tg.Mo.Jahr.

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