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Dactylorhiza majalis (Rchb. f.) P. F. Hunt & Summerh.
Breitblättrige Fingerwurz, Breitblättrige Kuckucksblume, Geflecktes Fingerknabenkraut, Orchidaceae - Orchideengwächse
Frühsommerblüher, V–VII, 10–70 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Breitblättrige Fingerwurz tritt in Mitteleuropa verbreitet bis zerstreut auf. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. Bevorzugt werden Nasswiesen, Röhrichte, Moore, feuchte Dünentäler, Gewässerränder und Auwälder besiedelt. Die Pflanzen sind salztolerant.

Die Pflanzen bilden Knollenwurzeln mit Hauptknollen und mehreren handförmigen Erneuerungsknollen. Achselständig können sich Innovationsknospen bilden. Es sind sommergrüne Pflanzen mit 4–6 spitz eiförmigen, 6–18 cm langen, 1,5–5 cm breiten, meist gefleckten Laubblättern. Nach oben hin werden die Laubblätter kleiner und tragblattartig. Der Blütenstand ist eine lange, vielblütige, dichte, zylindrische Ähre mit weißlichen bis purpurroten Blüten. Die Tragblätter sind meist länger als die Einzelblüten. Die Lippe ist 5–10 mm breit, 7–15 mm breit, meist deutlich 3-lappig, mit ausgebreiteten und herabgeschlagenen Seitenlappen und dunklen, ringförmigen Zeichnungen. Der Sporn ist etwas gebogen.


Abb. 1 Dicht stehende Blüten der Dactylorhiza majalis in einer Feuchtwiese auf Langeoog,11.06.2021, 2 m, 53° 44' xx N, 07° 28' xx O Abb. 2 Zylindrische Blütenstände von Dactylorhiza majalis im Botanischen Garten Wuppertal, 04.07.2021

Abb. 3 Blüten der Dactylorhiza majalis mit ausgebreiteten Seitenlappen, in einer Feuchtwiese auf Langeoog,11.06.2021, 2 m, 53° 44' xx N, 07° 28' xx O Abb. 4 Bestand der Dactylorhiza majalis in einer Feuchtwiese auf Langeoog,11.06.2021, 2 m, 53° 44' xx N, 07° 28' xx O

Abb. 5 Bestand von Dactylorhiza majalis mit hell und dunkel purpurfarbenen Blüten im Botanischen Garten Wuppertal, 04.07.2021 Abb. 6 Spitz eiförmige und gefleckte Laubblätter der Dactylorhiza majalis in einer Feuchtwiese auf Langeoog,11.06.2021, 2 m, 53° 44' xx N, 07° 28' xx O


Der Gattungsname Dactylorhiza Neck. ex Nevski stammt von gr. "dactylos" (= Finger) und gr. "rhiza" (= Wurzel), nach der handförmig sich teilenden Knollenwurzel. Das Epitheton majalis ist adjektivisch, stammt von lat. "maius" (= Mai) und verweist auf die Blütezeit.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Dactylorhiza majalis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/dactylorhiza-majalis.html am Tg.Mo.Jahr.

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