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Daphniphyllum macropodum Miq.
  synonym: Daphniphyllum himalense ssp. macropodum (Miq.) T. C. Huang
                  Daphniphyllum membranaceum Hayata
                  Webera marchandii H. Lév.
Großes Lorbeerblatt, Daphniphyllaceae - Lorbeerblattgewächse
Vollfrühlingblüher, IV–V, 3–10(–20) m hoch, immergrün, mehrjährig

Das Große Lorbeerblatt stammt aus China, wo die Pflanzen in Wäldern auf 600–1.900 m über Meereshöhe vorkommen. Es sind immergrüne Sträucher oder Bäume mit 1 oder mehreren Stämmen, die an günstigen Standorten bis 20 m Höhe errreichen, zumeist aber kleiner bleiben. Die Borke ist glatt, grau-braun. Die Laubblätter sind ledrig, im Austrieb rötlich, bronzefarben bis gold-glänzend, später glänzend grün, länglich oval bis eiförmig, 14–25 cm lang, 3–6,5 cm breit, mit 3–6 mm langem, purpurfarbenen bis roten Blattstiel. Die Blüten sind unscheinbar, stehen in 4,5–8 cm langen Trauben, ohne Kron- und Kelchblätter. Später bilden sich bis 1 cm im Durchmesser große, kugelige bis ovale, purpurfarben-braune bis blau-schwarze, bereifte Früchte.


Abb. 1 Exemplar des Daphniphyllum macropodum im Vollschatten von Laubbäumen, ungeschnitten, 02.04.2013, Botanischer Garten Freiburg Abb. 2 Daphniphyllum macropodum mit rötlichem bis bronzefarbenem Neuaustrieb im Frühling, 15.05.2013, Privatgarten

Abb. 3 Der Neuaustrieb des Daphniphyllum macropodum ist sehr farbenfroh und kann von karmesinrot bis bronzefarben alle möglichen Rot- und Gelbtöne annehmen, 22.05.2009, Privatgarten Abb. 4 Der relativ "einfache" Blütenstand des Daphniphyllum macropodum ohne Kelch- und Kronblätter, 15.05.2013, Privatgarten

Abb. 5 Großer Strauch des Daphniphyllum macropodum im Botanischen Garten Köln, 07.12.2016 Abb. 6 Junger, etwa 2 m hoher Strauch des Daphniphyllum macropodum in einem Privatgarten, 29.01.2017

Abb. 7 Ungewöhnlich sind Frostschäden beim Daphniphyllum macropodum wie hier am Neuaustrieb nach den unerwarteten, späten Aprilfrösten 2016, Privatgarten, 05.05.2017 Abb. 8 Die Frostschäden beim Daphniphyllum macropodum wachsen sich rasch wieder aus, 3 Wochen später am 26.05.2017

Abb. 9 Exemplar des Daphniphyllum macropodum mit reichlich Früchten, in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff, Meran, Südtirol, 28.10.2019 Abb. 10 Traubenförmige Fruchtstände beim Daphniphyllum macropodum in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff, Meran, Südtirol, 28.10.2019


Der Gattungsname Daphniphyllum Blume setzt sich zusammen aus gr. "daphne" (= Lorbeerbaum) und gr. "phyllon" (= Blatt), ein Motiv welches auf der Ähnlichkeit der Blätter mit denen des Lorbeers beruht; Lorbeerblatt. Das Benennungsmotiv des Art-Epithetons macropodum ist nicht gesichert, gr. "macros" (= groß, lang) und gr. "pous" (= Fuß). Am wahrscheinlichsten liegt dem Epitheton die Morphologie der großen und bis zu 25 cm langen Blätter zugrunde.

Von Daphniphyllum macropodum sind im 20. Jahrhundert zahlreiche Varietäten beschrieben worden, von denen sicherlich einige für den Garten interessant wären, einschließlich panaschierter Sorten. Obwohl D. macropodum in den Wäldern am Naturstandort Baumhöhe erreicht, bleibt es (aus derzeitiger Sicht) im Garten meist ein moderater Strauch oder kleiner Baum. Durch regelmäßigen Schnitt im Frühjahr können kompakte Formen erzielt werden. Die Blüte wird im Folgejahr an den geschnittenen Zweigen ausfallen. Auch starken Rückschnitt ins Holz tolerieren die Pflanzen.

Daphniphyllum macropodum
toleriert Vollschatten, wird dann eher ein lichter, sparriger Strauch. Um einen dichten, kompakten Strauch zu erhalten, wäre ein Standort im Halbschatten bis sonnig zu empfehlen, beziehungsweise regelmäßiger Schnitt hilfreich. In sommerheißen, kontinentalen Klimaten ist ein schattiger bis halbschattiger Standort zu bevorzugen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Daphniphyllum macropodum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/daphniphyllum-macropodum.html am Tg.Mo.Jahr.

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