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Ephedra campylopoda C. A. Mey.
  synonym: Ephedra fragilis ssp. campylopoda (C. A. Mey.) K. Richt.
                 Ephedra foeminea Forssk.
Östliches Meerträubel, Ephedraceae - Meerträubelgewächse
Frühlingblüher, IV–VI, 0,5–2 m hoch, immergrün, mehrjährig

Das Östliche Meerträubel stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum (Süditalien bis Israel), wo die Pflanzen in Felsfluren, der Garrigue und Maquis wachsen.

Die Pflanzen wachsen aufrecht, kriechend, hängend oder kletternd, sind reich verzweigt mit grünblauen Ästen und im Alter verholzenden Stämmen. Laubblätter sind zu Schuppen an den Nodien zurückgebildet. Männliche Blüten stehen in Büscheln. Weibliche stehen zu 1–2 an gekrümmten Blütenstielen und sind umgeben von 2–3 Hochblattpaaren, von denen die untersten sehr kurz und die obersten fast komplett bis zur Spitze verwachsen sind. Später bilden sich rote bis orangefarbene, fleischige, kugelige, etwa 1 cm große Zapfenbeeren. Ephedra campylopoda ist das östliche Pendant des Westlichen Meerträubels, Ephedra fragilis L.


Abb. 1 Fruchtende Pflanzen der Ephedra campylopoda, in einer Natursteinmauer bei Splitska, Brac, Kroatien, 13.10.2012, 9 m, 43° 22' 37 N, 16° 35' 50 O Abb. 2 Blühende Äste der Ephedra campylopoda in der Macchie am Vidova Gora auf der Insel Brac, Kroatien, 17.10.2012, 766 m, 43° 16' 45 N, 16° 37' 11 O

Abb. 3 Fruchtende Pflanze der Ephedra campylopoda in einem Juniperus oxycedrus L., Macchie am Vidova Gora auf der Insel Brac, Kroatien, 17.10.2012, 764 m, 43° 16' 46 N, 16° 37' 19 O Abb. 4 Blühender Ast der Ephedra campylopoda in der Macchie am Vidova Gora auf der Insel Brac, Kroatien, 17.10.2012, 766 m, 43° 16' 45 N, 16° 37' 11 O

Abb. 5 Kriechende, fruchtende Äste der Ephedra campylopoda in der Macchie am Vidova Gora auf der Insel Brac, Kroatien, 17.10.2012, 766 m, 43° 16' 45 N, 16° 37' 11 O Abb. 6 Rote Früchte von Ephedra campylopoda in der Macchie am Vidova Gora auf der Insel Brac, Kroatien, 17.10.2012, 766 m, 43° 16' 45 N, 16° 37' 11 O


Der Gattungsname Ephedra L. leitet sich ab von gr. "epi" (= auf) und gr. "hedra" (= Sitz), zu "ephedros" (= draufsitzen). In antiker Signatur, wohl dem aufsitzenden Reiter entsprechend, verweist es auf den Pferdeschwanz. Das Epitheton fragilis stammt von gr. "kampylos" (= gebogen) und gr. "pous" (= Fuß), nach den gekrümmten Blütenstielen der weiblichen Blüten.

Ephedra fragilis ist ein dekoratives Meerträubel für den Steingarten oder das Yuccabeet. Ein gut drainierter und sonnig-warmer Standort auf basenreichem, mineralischem Grund ist ideal. Etablierte Pflanzen sind robust und ausreichend winterhart bis Z 7b.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2022: Ephedra fragilis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/ephedra-fragilis.html am Tg.Mo.Jahr.

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