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Ephedra fedtschenkoae Paulsen
Kissen-Meerträubel, Ephedraceae - Meerträubelgewächse
Frühlingblüher, IV–VI, 05–20 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Kissen-Meerträubel stammt aus dem östlichen Asien (China, Kasachstan, Mongolei und Taschikistan), wo die Pflanzen in Felsfluren und Grasland auf 1.900–3.800 m über Meereshöhe wachsen.

Die Pflanzen sind ein- oder zweihäusige Zwergsträucher mit verholzenden, kurzen, reich verzweigenden Stämmen. Die Äste sind liegend bis aufrecht, grün, weich, etwa 1,5 mm im Durchmesser und tragen 2–4 Knoten mit 1–2 cm langen Internodien. Laubblätter sind gegenständig und bis zu 2/3 verwachsen. Männliche Blüten stehen gegenständig an den Knoten, sind eiförmig, 3–4 mm lang, 2–3 mm breit und haben 4–6 Paar Hochblätter. Weibliche sind sitzend oder subsessil, länglich eiförmig, rot und fleischig, mit 3 Hochblattpaaren und jeweils 1–2 dunkelbraunen, eiförmigen, 4–5 mm langen und 2–3 mm breiten Samen.


Abb. 1 Die Äste der Ephedra fedtschenkoae weisen nur 2–4 Knoten auf. Steingarten eines Privatgartens, 21.05.2022 Abb. 2 Aufrechte, grüne Äste der Ephedra fedtschenkoae im Steingarten eines Privatgartens, 21.05.2022


Der Gattungsname Ephedra L. leitet sich ab von gr. "epi" (= auf) und gr. "hedra" (= Sitz), zu "ephedros" (= draufsitzen). In antiker Signatur, wohl dem aufsitzenden Reiter entsprechend, verweist es auf den Pferdeschwanz. Das Epitheton fedtschenkoae wurde zu Ehren von Olga Fedtschenko (1845–1921) etabliert, einer russischen Botanikerin.

Ephedra fedtschenkoae ist ein kriechendes Meerträubel für den Steingarten oder das Yuccabeet. Ein gut drainierter und sonnig-warmer Standort ist ideal. Etablierte Pflanzen sind robust und ausreichend winterhart bis Z 7b.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2022: Ephedra fedtschenkoae. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/ephedra-fedtschenkoae.html am Tg.Mo.Jahr.

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