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Ephedra nebrodensis Tineo.
  synonym: Ephedra major Host
Nebrodi-Meerträubel, Ephedraceae - Meerträubelgewächse
Frühlingblüher, IV–VI, 1–2 m hoch, immergrün, mehrjährig

Das Nebrodi-Meerträubel stammt aus dem Mittelmeerraum und Kanaren, wo die Pflanzen in trockenen Felsfluren auf 1.000–2.100 m über Meereshöhe wachsen.

Die Pflanzen wachsen aufrecht bis überhängend, manchmal kletternd, sind reich verzweigt mit grünblauen Ästen und im Alter verholzenden Stämmen. Laubblätter sind zu Schuppen an den Nodien zurückgebildet. Männliche Blüten stehen in Büscheln. Weibliche stehen einzeln und sind umgeben von 2–3 Hochblattpaaren, von denen das innere nur zu 1/3 verwachsen ist. Später bilden sich orangefarbene, fleischige, kugelige Zapfenbeeren.


Abb. 1 Verzweigende, blaugrüne Äste der Ephedra nebrodensis, in einem Privatgarten, 21.05.2022 Abb. 2 Äste der Ephedra nebrodensis mit den bräunlichen Schuppen an den Knoten, in einem Privatgarten, 21.05.2022


Der Gattungsname Ephedra L. leitet sich ab von gr. "epi" (= auf) und gr. "hedra" (= Sitz), zu "ephedros" (= draufsitzen). In antiker Signatur, wohl dem aufsitzenden Reiter entsprechend, verweist es auf den Pferdeschwanz. Das Epitheton nebrodensis verweist auf den Naturstandort Monte Nebrodi (1846 m) auf Sizilien.

Ephedra nebrodensis ist ein dekoratives Meerträubel für den Steingarten oder das Yuccabeet. Ein gut drainierter und sonnig-warmer Standort ist ideal. Etablierte Pflanzen sind robust und ausreichend winterhart bis Z 7.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2022: Ephedra nebrodensis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/ephedra-nebrodensis.html am Tg.Mo.Jahr.

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