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Fabiana imbricata Ruiz & Pav.
  synonym: Fabiana araucana Phil.
                 Fabiana biflora J. Rémy
                 Fabiana lutescens Phil.
Pichi-Pichi, Solanaceae - Nachtschattengewächse
Sommerblüher, VI–XI, 70–350 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Bei Fabiana imbricata handelt es sich um einen südamerikanischen, immergrünen Strauch aus den unteren und mittleren Höhenlagen der Gebirge in Argentinien und Chile, wo die Pflanzen an nordexponierten Hängen in relativ trockenen Strauchgesellschaften und lichten Wäldern in Höhen von 750–3.200 m über NN bis an die Waldgrenze wachsen. Es sind immergrüne Sträucher bis zu 3,5 m Höhe, die in den unteren Partien verkahlen und bevorzugt an den terminalen Zweigen mit dachziegelartig angeordneten, eiförmigen Laubblättern bedeckt sind. Die röhrenförmigen Blüten erscheinen ebenfalls an den Zweigenden, sind weiß, gelegentlich lilafarben bis blau-weiß, mit bis 2 cm langer Krone, deren Lappen zurückgebogen sind. Später bilden sich bis 6 mm lange Kapselfrüchte, die 1 Samen erntahlten, der bis 1,5 mm lang ist.


Abb. 1 Jungpflanze der Fabiana imbricata in einem Privatgarten (inzwischen nicht mehr exististierend, 2021), 09.06.2003 Abb. 2 Dachziegelartig angeordnete, grüne Laubblätter der Fabiana imbricata in einem Privatgarten, 28.06.2021

Abb. 3 Röhrenförmige, weiße Blüte der Fabiana imbricata in einem Privatgarten, 28.06.2021 Abb. 4 Locker verzweigende Sprossachsen von Fabiana imbricata in einem Privatgarten, 28.06.2021

Abb. 5 Weiße Blütenröhre einer Fabiana imbricata mit bläulicher Tönung, in einem Privatgarten, 28.06.2021


Der Gattungsname Fabiana Ruiz & Pav. wurde zu Ehren des spanischen Erzbischof von Valencia Franciso Fabiana y Fuero (1719–1801) etabliert, der ein Förderer der Botanik war. Das Art-Epitheton imbricata stammt von lat. "imbricatus" (= dachziegelartig), nach den eng aneinander liegenden Laubblättern.

Fabiana imbricata bevorzugt einen halbschattigen Platz mit saurem, abgemagertem Boden, der niemals völlig austrocknet und auch nicht vernässt. In winterkalten Regionen ist regelmäßiger Schutz notwendig, in wintermilden Regionen ist ein geschützter Standort ratsam, da die Winterhärte in Z 8 an ihrer Grenze ist. Alternativ halten Sie diesen Exoten im Kübel. Das sehr exotische Laub eignet sich gut zur Kombination mit anderen feinblättrigen Immergrünen, auch im Sukkulentengarten wäre ein passender Standort.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Fabiana imbricata. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/fabiana-imbricata.html am Tg.Mo.Jahr.

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