Gladiolus papilio Hook. f.
Schmetterlings-Gladiole, Iridaceae - Irisgewächse (Schwertliliengewächse)
Spätsommerblüher, VII–IX, 50–90 cm hoch, sommergrün, mehrjährig
Die Schmetterlings-Gladiole stammt aus Südafrika, wo die Pflanzen in feuchten Wiesen und an Bach- und Flussufern auf 600–1.200 m über Meereshöhe vorkommen.
Die Pflanzen bilden bis 3 cm im Durchmesser große Knollen mit faseriger, netzartiger Hülle. Je Knolle finden sich meist 3–8 grundständige, bis 50 cm lange, schmale, schwertähnliche, grüne bis graugrüne Blätter.
Der Blütenstand erscheint an unverzweigten Stängeln, ist eine überhängende, einseitswendige Ähre mit 3–10 becherförmigen Blüten; die Perigone (Perigone deshalb, weil sich Kelch- und Kronblätter der Blüte nicht unterscheiden lassen) sind 6-zählig, grünlich bis gelblich-braun, mit roter und bis purpurfarbener, schmetterlingsartiger Zeichnung auf den oberen Perigonblättern. Später bilden 3-fächrige Kapselfrüchte mit geflügelten Samen.
Es gibt Auslesen wie die Sorte 'Ruby' mit dunkelroten Perigonen, die den zahlreichen farbintensiven Züchtungen der Gladiolus-Kulturhybriden in nichts nachstehen.
Der Gattungsname Gladiolus L. leitet sich ab von lat. "gladiolus" (= kleines Schwert) und beschreibt die Form der Blätter. Im deutschen Begriff Gladiator kommt die selbe etymologische Wurzel vor. Das Epitheton papilio stammt von lat. "papilio" (= Schmetterling) bezieht sich die Muster der Blütenblätter der Art, die an einen Schmetterling erinnern.
Die Schmetterlings-Gladiole ist äußerst robust und wartet mit einer weiß-lila bis weiß-braunen Blüte auf. Oft schon im zweiten Jahr nach dem Auspflanzen kommt Gladiolus papilio zur Blüte. Sie zieht im Winter ein. Ein südhemisphärischer Exot mit ausgesprochen guter Winterhärte, wahrscheinlich sogar in kalten Regionen mit etwas Mulch. Auslesen wie 'Ruby' haben farbintensive Blüten.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Gladiolus papilio. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/gladiolus-papilio.html am Tg.Mo.Jahr.