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Helichrysum arenarium (L.) Moench
  synonym: Gnaphalium arenarium L.
                 Gnaphalium aureum Gilib.
                 Gnaphalium elichrysum Pall.
                 Gnaphalium graveolens Henning
                 Stoechas citrina Gueldenst.
Sand-Strohblume, Asteraceae - Korbblütler
Sommerblüher, VII–VIII, 10–30 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Sand-Strohblume kommt in Mitteleuropa selten bis verbreitet vor, mit Schwerpunkt in Bayern, Oberrhein und dem Osten. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. Bevorzugt besiedeln die Pflanzen Sandrasen, trockene Ruderalstellen, lichte Kiefernwälder und Graudünen.

Es sind sommergrüne Pflanzen mit Erneuerungsknopsen am Wurzelhals (Pleiokormstaude) und Wurzelsprossen. Die Pflanzen wachsen aufsteigend bis aufrecht, sind aromatisch, weiß wollig und wenig verzweigt. Die Laubblätter sind  weißfilzig, untere länglich eiförmig und stumpf, obere linealisch und zugespitzt. Die Gesamtblütenstände sind dichte, terminale Doldentrauben mehrerer Blütenkörbchen. Die einzelnen Blütenköpfchen sind zylindrisch oder glockenförmig, 4–6 mm breit, gelb, ohne Strahlenblüten, nur mit goldgelben Röhrenblüten, unten bedeckt von zitronen oder orangefarbenen, kahlen Hüllblättern.


Abb. 1 Blühende Pflanzen des Helichrysum arenarium im subpannonischen Sandrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 18.08.2021, 96 m, 49° 44' 50 N, 08° 35' 25 O Abb. 2 Bestand von Helichrysum arenarium im Sandrasen der Sandhausener Dünen, Sandhausen, 22.08.2021, 114 m, 49° 19' 55 N, 08° 39' 33 O

Abb. 3 Locker verzweigende Pflanze von Helichrysum arenarium im Sandrasen der Sandhausener Dünen, Sandhausen, 22.08.2021, 114 m, 49° 19' 55 N, 08° 39' 33 O Abb. 4 Weiß-wollige Grundblätter von Helichrysum arenarium im subpannonischen Sandrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 18.08.2021, 96 m, 49° 44' 50 N, 08° 35' 25 O

Abb. 5 Früchte des Helichrysum arenarium mit Pappus, Sandrasen im Mainzer Sand, 18.09.2021, 124 m, 50° 00' 44 N, 08° 12' 33 O Abb. 6 Pflanzen des Helichrysum arenarium mit zitronenfarbenen Hüllblättern und goldgelben Röhrenblüten, Sandrasen im Mainzer Sand, 18.09.2021, 124 m, 50° 00' 44 N, 08° 12' 33 O


Der Gattungsname Helichrysum Mill. existierte schon in der Antike und leitet sich wahrscheinlich von gr. "helix" (= Efeu) und gr. "chrysos" (= Gold) ab, wobei ungeklärt bleibt, auf welche Arten sich diese Bezeichnung früher bezog, "Goldranke". Das Epitheton arenarium stammt von lat. "arenarius" (= Sand-, Strand-), nach dem bevorzugten Standort auf sandigen Böden.

Helichrysum arenarium ist ein hübscher Sommerblüher für sonnige und warme Standorte im Steingarten oder mediterranen Beet.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Helichrysum arenarium. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/helichrysum-arenarium.html am Tg.Mo.Jahr.

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