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Iris spuria L.
Wiesen-Schwertlilie, Iridaceae - Irisgewächse (Schwertliliengewächse)
Frühsommerblüher, V–VI, 30–60 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Wiesen-Schwertlilie tritt in Mitteleuropa selten auf, mit Vorkommen lediglich am nördlichen Oberrhein. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Bevorzugt besiedeln die Pflanzen wechselfeuchte Moorwiesen und Halbtrockenrasen, bevorzugt auf basenreichen Böden.

Die Pflanzen haben grüne, schwertartige, 5–15 mm breite, 25–90 cm breite, 2-zeilig reitend Laublätter. Die Blütenstandsstengel sind locker verzweigt, rund, markig, aufrecht, meist länger als die Blätter und haben 1–4 häutige Hochblätter je Blüte. Die Blüten stehen zu 1–4 je Stängel. Die äußeren Perigonblätter (Perigon deshalb weil sich Kelch- und Kronblättern nicht unterscheiden lassen) sind hängend, gelblich mit violetter Aderung, kahl (kein Bart) und haben einen violetten Nagel, der deutlich länger als die rundliche Platte ist. Innere Perigonblätter sind aufrecht und violett. Später bilden sich 3-kammerige Kapselfrüchte mit 1–4 cm langem Schnabel, der dem oberen, sterilen Teil entspricht. Die Samen sind hellbraun und kantig.


Abb. 1 Bestand der Iris spuria in einer wechselfeuchten Wiese der rheinischen Niederterrasse am Riedloch bei Trebur, 24.03.2019, 84 m, 49° 55' 03 N, 08° 22' 27 O Abb. 2 Geschnäbelte Früchte der Iris spuria, wechselfeuchten Wiese der rheinischen Niederterrasse am Riedloch bei Trebur, 24.03.2019, 84 m, 49° 55' 03 N, 08° 22' 27 O

Abb. 3 Laubblätter der Iris spuria in einer wechselfeuchten Wiese der rheinischen Niederterrasse am Riedloch bei Trebur, 24.03.2019, 84 m, 49° 55' 03 N, 08° 22' 27 O


Der Gattungsname Iris leitet sich von gr. "iris" (= Regenbogen) ab und deutet auf den Farbenreichtum der Blüten der Schwertlilien hin. Das Epitheton spuria stammt von lat. "spurius" (= unehelich), metaphorisch für Arten mit problematischer taxonomischer Einordnung.

Irides spuriae sind sehr dekorative Schwertlilien mit exotisch wirkenden, violetten Blüten. Die Pflanzen bevorzugen sonnige Standorte im Staudengarten, gerne in Kombination mit Gräsern. Ideal ist ein nicht zu trockener, basenhaltiger Boden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Iris spuria. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/iris-spuria.html am Tg.Mo.Jahr.

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