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Jurinea cyanoides Rchb.
Sand-Silberscharte, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Hochsommerblüher, VII–IX, 30–45 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Sand-Silberscharte tritt in Mitteleuropa selten auf, mit Schwerpunkt im nördliches Oberrhein, Maingebiet und Sachsen-Anhalt. Ihr Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. Bevorzugt siedeln die Pflanzen auf Sandrasen und in lichten Kiedernwäldern, bevorzugt auf basenhaltigen Böden.

Die Pflanzen wachsen aufrecht. Die Stängel sind filzig bis spinnwebig behaart, dornig geflügelt und bis fast zur Spitze beblättert. Die Laubblätter sind tief fiederspaltig bis -schnittig, beidseits fast kahl, grün und derb dornig. Einzelne Blattabschnitte tragen 5–7 mm lange Dornen. Die Blütenköpfchen stehen locker zu 1–3, sind 15–25 mm im Durchmesser und haben geflügelte Stiele. Die Blütenhülle ist eiförmig bis kugelig und kaum behaart. Die Blütenkronen sind hell purpurfarben. Wie bei allen Arten der Gattung bilden sich Früchte mit ungefiederten "Fallschirmen" (= Pappus)


Abb. 1 Bestand der Jurinea cyanoides im subpannonischen Sandrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 18.08.2021, 95 m, 49° 44' 51 N, 08° 35' 25 O Abb. 2 Fiederschnittige Laubblätter der Jurinea cyanoides im Sandrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 18.08.2021, 95 m, 49° 44' 51 N, 08° 35' 25 O

Abb. 3 Spinnwebig behaarter Stängel von Jurinea cyanoides im Sandrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 18.08.2021, 95 m, 49° 44' 51 N, 08° 35' 25 O Abb. 4 Fruchtköpfchen der Jurinea cyanoides. Sandrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 18.08.2021, 95 m, 49° 44' 51 N, 08° 35' 25 O

Abb. 5 Bestand der Jurinea cyanoides im Mainzer Sand, 18.09.2021, 124 m, 50° 00' 44 N, 08° 12' 33 O Abb. 6 Stängel mit Fruchtköpfchen der Jurinea cyanoides im Mainzer Sand, 18.09.2021, 124 m, 50° 00' 44 N, 08° 12' 33 O

Abb. 7 Fiederschnittige Laubblätter von Jurinea cyanoides im Sandrasen der Sandhausener Dünen, Sandhausen, 22.08.2021, 114 m, 49° 19' 54 N, 08° 39' 31 O Abb. 8 Blühende Jurinea cyanoides, Sandrasen der Sandhausener Dünen, Sandhausen, 22.08.2021, 114 m, 49° 19' 54 N, 08° 39' 31 O

Abb. 9 Laubblätter von Jurinea cyanoides, Sandrasen der Sandhausener Dünen, Sandhausen, 22.08.2021, 114 m, 49° 19' 54 N, 08° 39' 31 O Abb. 10 Stängel und Stängelblätter von Jurinea cyanoides, Sandrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 18.08.2021, 95 m, 49° 44' 51 N, 08° 35' 25 O

Abb. 11 Bestand von Jurinea cyanoides im Sandrasen der Sandhausener Dünen, Sandhausen, 22.08.2021, 49° 19' 54 N, 08° 39' 31 O Abb. 12 Blütenköpfchen von Jurinea cyanoides im Sandrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 18.08.2021, 95 m, 49° 44' 51 N, 08° 35' 25 O


Der Gattungsname Jurinea Cass. wurde zu Ehren von André Jurine (1780–1804), einem schweizerischen Botaniker, etabliert. Das Art-Epitheton cyanoides stammt von Cyanus L. (= Kornblume) und gr. "-oeides" (= -ähnlich), nach der entfernten Ähnlichkeit.

Jurinea cyanoides ist eine attraktive Sommerstaude für den sonnigen und warmen Standort im mediterranen Beet oder Steingarten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Jurinea cyanoides. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/jurinea-cyanoides.html am Tg.Mo.Jahr.

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