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Leontopodium alpinum Cass.
  synonym: Gnaphalium nivale Ten.
                 Leontopodium brachyactis Gand.
                 Leontopodium nivale (Ten.) A. Huet ex Hand.-Mazz.
Alpen-Edelweiß, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Sommerblüher, V–XI, 5–30 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Alpen-Edelweiß tritt in Mitteleuropa zerstreut in den Alpen und Alpenvorland bis oberhalb der Baumgrenze auf, ansonsten fehlt es ganz. Sein Verbreitungsgebiet reicht bis zu den Karpaten, Pyrenäen, Mittelitalien und den Balkan. Bevorzugt siedelt es in alpinen Kalkrasen und Kalkfelsen, ist auf ersteren Standorten durch Absammeln jedoch wesentlich seltener als auf Steilfelsen, wo es nicht so gut zugänglich ist. Durch Schutzmaßnahmen sind die Bestände in Mitteleuropa wieder zunehmend. 

Die Pflanzen sind als die "klassischen Alpensymbole" unverkennbar, weiß filzig bedeckt, unverzweigt, mit schmal lanzettlichen Blättern. Die Blütenstände sind von weißen Hochblätter umgeben, die oft als "Blütenblätter" fehlgedeutet werden, während die eigentlichen Blütenstände aus 5–10 fast kopfigen Schirmrispen bestehen, die gedrängt ein einziges "Blütenkörbchen vortäuschen". Die Früchte sind Schirmchenflieger.


Abb. 1 Leontopodium alpinum in der Nähe vom Bäregg, Tal des Unteren Grindelwaldgletschers, Grindelwald, Schweiz, 15.10.2014, 1.7xx m, 46° 3x' xx N 08° 0x' xx O Abb. 2 Leontopodium alpinum in der Nähe vom Bäregg, Tal des Unteren Grindelwaldgletschers, Grindelwald, Schweiz, 15.10.2014, 1.7xx m, 46° 3x' xx N 08° 0x' xx O

Abb. 3 Leontopodium alpinum in der Nähe vom Bäregg, Tal des Unteren Grindelwaldgletschers, Grindelwald, Schweiz, 15.10.2014, 1.7xx m, 46° 3x' xx N 08° 0x' xx O Abb. 4 Leontopodium alpinum in der Nähe vom Bäregg, Tal des Unteren Grindelwaldgletschers, Grindelwald, Schweiz, 15.10.2014, 1.7xx m, 46° 3x' xx N 08° 0x' xx O


Der Gattungsname Leontopodium R. Br. ex Cass. leitet sich ab von gr. "leon" (= Löwe) und gr. "podion" (= Füßchen) und zielt auf die pfotenähnliche Anordnung der weißen Hochblätter ab. Das Epitheton alpinum leitet sich ab von lat. "alpinus" (= Alpen-), nach der Herkunft aus den Alpen. Synonym wird von manchen Autoren auch L. nivale (Ten.) A. Huet ex Hand.-Mazz. ssp. alpinum (Cass.) Greuter für das Alpen-Edelweiß akzeptiert, wobei nivale von lat. "nivalis" (= Schnee) stammt und die weißen Hochblätter beschreibt.

Leontopodium alpinum wird schon lange im Garten kultiviert, ist allerdings keine einfache Pflanze und sollte auf jeden Fall aus züchterischen Quellen stammen und keinesfalls Naturentnahmen. Ideal sind vollsonnige Stellen auf kalkhaltigem Grund. Begleitflora beschränkt sich auf niedrige Stauden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Leontopodium alpinum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/leontopodium-alpinum.html am Tg.Mo.Jahr.

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