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Lithocarpus edulis (Makino) Nakai
synonym:
  Pasania edulis Makino
  Quercus edulis (Makino) Makino
Japanische Steinfrucht-Eiche, Fagaceae - Buchengewächse
Frühlinglüher, IV–V, bis 10 m hoch, immergrün, mehrjährig

Die Japanische Steinfrucht-Eiche stammt aus Japan, wo die Pflanzen in warm gemäßigten bis subtropischen Monsun-Wäldern wachsen. Erstmals wurde die Art im frühen 19. Jahrhundert nach Europa eingeführt.

Es sind immergrüne, ausladend wachsende Sträucher oder Bäume. Die Rinde ist glatt und graubraun. Junge Triebe sind kahl. Die Laubblätter sind kahl, schmal oval oder länglich, an beiden Enden spitz zulaufend, ganzrandig, von harter, lederartiger Textur, 9–15 cm lang, 2,5–5,5 cm breit, oberseits glänzend gelbgrün, unterseits mattgrün, mit leichtem silbrigem Schimmer durch winzige Schuppen; auf jeder Seite der Mittelrippe finden sich 9–11 Nerven. Der Blattstiel ist 0,7–1,5 cm lang. Männliche Blütenkätzchen erscheinen in aufrechten Trauben. Die Früchte stehen zu 2–3 an holzigen, 5–7,5 cm langen Ähren. Die Reifung erfolgt im übernächsten Jahr, weshalb nur wenige Früchte ihre volle Größe erreichen. Die Nussfrüchte haben eine harte, verholzte Schale, sind etwa 2,5 cm lang, 0,8 cm breit, an der Spitze spitz und kugelförmig. Der Fruchtbecher ist etwa 0,6 cm lang.

Steinfruchteichen, Lithocarpus Blume, haben im Gegensatz zu den echten Eichen, Quercus L, aufrechte männliche Blütenkätzchen und bilden Nussfrüchte mit harter, verholzender Schale.


Abb. 1 Ausladend wachsende Zweige einer Lithocarpus edulis in einem Privatgarten in Boskoop, Niederlande, 29.03.2023
Abb. 2 Laubblätter von Lithocarpus edulis in einem Privatgarten in Boskoop, Niederlande, 29.03.2023
Abb. 3 Glatte, graue Borke einer Lithocarpus edulis in einem Privatgarten in Boskoop, Niederlande, 29.03.2023

Der Gattungsnahme Lithocarpus stammt von gr. "lithos" (= Stein) und gr. "carpos" (= Same), nach den harten, verholzenden Nussfrüchten. Das Art-Epitheton edulis stammt von lat. "edulis" (= essbar), nach den essbaren Früchten.

Die Japanische Steinfrucht-Eiche wird nur selten in Mitteleuropa angebaut. Die hängt einerseits mit der geringen Fertilität hier kultivierter Bäume zusammen und andererseits mit der geringen Winterhärte, die für Z 8 an geschütztem Standort reichen sollte, in Z 7b wohl aber schon sehr grenzwertig ist.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2024: Lithocarpus edulis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/lithocarpus-edulis.html am Tg.Mo.Jahr.