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Lupinus angustifolius L.
  synonym: Lupinus canaliculatus Sweet
Blaue Lupine, Fabaceae - Hülsenfruchtgewächse, Schmetterlingsblütengewächse
Sommerblüher, IV–IX, 30–80 cm hoch, sommergrün, einjährig

Die Blaue Lupine stammt aus dem südeuropäisch-vorderasiatischen Raum, wo die Pflanzen in Kiefernwäldern, Dünen, Äckern, Wiesen oder Ruderalstandorten wachsen. Die Art wird seit dem 16. Jahrhundert in Mitteleuropa als Zierpflanze und seit dem 19. Jahrhundert als Futterpflanze oder zur Gründüngung angebaut. Gelegentlich verwildert sie (Neophyt), besonders auf armen Sandböden, zumeist jedoch tritt sie unbeständig auf. In Nordamerika und Ozeanien ist sie eingebürgert. Die Pflanzen sind einjährig und wachsen aufrecht. Die Laubblätter sind deutlich gestielt, oberseits kahl, unterseits leicht behaart, 5–9-teilig gefingert mit linealischen Teilblättchen. Die Blüten sind blau, selten weiß, 11–13 mm lang, wechselständig in 10–20 cm langen Trauben.


Abb. 1 Pflanze des Lupinus angustifolius auf einer Wiese oberhalb von Golfo Aranci am Capo Figari, Sardinien, 02.04.2018, 26 m, 40° 59' 58 N, 09° 37' 41 O Abb. 2 Bestand des Lupinus angustifolius auf einer Wiese oberhalb von Golfo Aranci am Capo Figari, Sardinien, 02.04.2018, 26 m, 40° 59' 58 N, 09° 37' 41 O

Abb. 3 Pflanze des Lupinus angustifolius an einer Böschung bei Golfo Aranci am Capo Figari, Sardinien, 02.04.2018, 3 m, 40° 59' 14 N, 09° 38' 50 O


Der Gattungsname Lupinus L. stammt wahrscheinlich von lat. "lupus" (= Wolf) und bezieht sich auf die giftigen Samen. Das Epitheton angustifolius stammt von lat. "angustus" (= eng, schmal) und lat. "folius" (= -blättrig), nach schmalen Laubblattabschnitten.

Die Blaue Lupine wird schon lange als Kulturpflanze im Garten angebaut. Es gibt zahllose Auslesen mit unterschiedlichen Kronfarben, auch Sippen mit reduziertem Alkaloidgehalt.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Lupinus angustifolius. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/lupinus-angustifolius.html am Tg.Mo.Jahr.

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