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Lycopodium clavatum L.
Keulen-Bärlapp, Lycopodiaceae - Bärlappgewächse
Sommerähren, VII–VIII, 05–30 cm hoch, 0,5–4 m lang, immergrün, mehrjährig

Der Keulen-Bärlapp tritt in Mitteleuropa fast überall verbreitet auf, im Flachland eher selten bis zerstreut. Bevorzugt siedeln die Pflanzen auf Silikatmagerrasen, in Heiden, bodensauren Wäldern oder an gestörten Stellen; sie sind kalkmeidend. Das Verbreitungsgebiet ist zirkumpolar. Die Pflanzen sind gabelig verzweigend mit ungleich langen Ästen, niederliegend mit mehreren aufrechten Zweigen. Die Laubblätter sind klein, wechselständig, aufrecht abstehend, ungeteilt, ohne Nebenblätter und haben typischerweiße ein endständiges langes, weißes Haar. Die Sporangien stehen zu 1–3 in besonders abgesetzten Ähren, auf langen, lockerblättrigen Stielen.


Abb. 1 Lycopodium clavatum kann dichte Matten bilden. Bodensaurer Waldrand im Perlbachtal bei Monschau, Eifel, 24.03.2019, 504 m, 50° 31' xx N, 06° 14' xx O Abb. 2 Aufrechte, teilweise verzweigende Äste des Lycopodium clavatum. Bodensaurer Waldrand im Perlbachtal bei Monschau, Eifel, 24.03.2019, 504 m, 50° 31' xx N, 06° 14' xx O

Abb. 3 Niederliegender, lang kriechender Ast von Lycopodium clavatum. Bodensaurer Waldrand im Perlbachtal bei Monschau, Eifel, 24.03.2019, 504 m, 50° 31' xx N, 06° 14' xx O Abb. 4 Die kleinen Laubblätter des Lycopodium clavatum bilden einen endständigen "Bart". Waldrand im Perlbachtal bei Monschau, Eifel, 24.03.2019, 504 m, 50° 31' xx N, 06° 14' xx O

Abb. 5 Alte Ähren des Lycopodium clavatum vom Vorjahr. Bodensaurer Waldrand im Perlbachtal bei Monschau, Eifel, 24.03.2019, 504 m, 50° 31' xx N, 06° 14' xx O Abb. 6 Aufrechte Äste und Ähren von Lycopodium clavatum, die meist zu 1 oder 2 stehen. Waldrand im Perlbachtal bei Monschau, Eifel, 24.03.2019, 504 m, 50° 31' xx N, 06° 14' xx O


Der Gattungsnamen Lycopodium L. ist griechischen Ursprungs, gr. "lykos" (= Wolf) und gr. "podion" (= Füßchen), zu "Wolfsfuß", nach den weißhaarigen Sprossen, die einer Wolfspfote ähneln. Das Epitheton clavatum stammt von lat. "clavatus" (= Kolben-), nach den keulenartigen Sporangien.

Lycopodium clavatum eignet sich gut für den Steingarten oder das Alpinum auf neutralen bis sauren Böden an sonnigem Standort. Man greife auf gärtnerisch vermehrte Exemplare zurück.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Lycopodium clavatum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/lycopodium-clavatum.html am Tg.Mo.Jahr.

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