Magnolia kobus DC.
synonym:
Buergeria obovata Siebold & Zucc.
Magnolia praecocissima Koidz.
Yulania kobus (DC.) Spach
Kobushi-Magnolie, Kobus-Magnolie, Magnoliaceae - Magnoliengewächse
Frühlingblüher, III–V, 8–23 m hoch, sommergrün, mehrjährig
Die Kobushi-Magnolie stammt aus Japan und Korea, wo die Pflanzen in Laub- und Mischwäldern der Hügel- und Bergregionen auf 200–1.500 m über Meereshöhe vorkommen.
Es sind ein- oder mehrstämmige Sträucher oder Bäume. Die Borke ist grau-braun, warzig und bei älteren Pflanzen gefurcht. Die Zweige und Knospen sind behaart. Die Zweige sind kahl, anfangs gelblich-grün, später violett, mit Lentizellen. Die Laubblätter sind wechselständig, verkehrt eiförmig bis verkehrt lanzettlich, 3,1–16,5 cm lang, 2,5–9,5 cm breit, unterseits kahl oder spärlich behaart, oberseits dunkel grün und kahl. Der Blattstiel ist gelblich-grün, 0,1–3 cm lang, oberhalb der Nebenblattnarbe gerillt oder schmal geflügelt.
Die Blüten erscheinen vor den Laubblättern, sind duftend, endständig, mit behaarten Blütenstielen. Die äußeren 3 Perigonblätter sind klein und kelchblattartig, 0,6–4 cm lang, 0,2–1 cm breit, grünlich- oder bräunlich-weiß; innere Perigonblätter meist 6, sind größer und kronblattartig, 5–9,8 cm lang, 1,3–4,2 cm breit, weiß, manchmal an der Basis rosa gefärbt; die Staubblätter sind an der Basis rosa oder violett. Später bilden sich horizontale, zylindrische, manchmal gebogene, 3,5–11 cm lange, rötliche Sammelbalgfrüchte (Balg = trockene Frucht, die sich an einer Bauchnaht öffnet); die Samen sind etwa 9 mm lang, mit roter Sarkotesta (Samenschale). Siehe auch Gattung Magnolia L.
Manche Autoren sehen die ähnliche Magnolia stellata (Siebold & Zucc.) Maxim. als M. kobus var. stellata (Siebold & Zucc.) Blackb. Diese hat deutlich mehr (12–18), schmalere, innere Perigonblätter, ist wesentlich kleiner und wächst langsamer.
Der Gattungsname Magnolia L. wurde zu Ehren des französischen Arztes und Botanikers Pierre Magnol (1638–1715) etabliert, der in der taxonomischen Forschung beispielsweise den Status der Familie einführte. Das Epitheton kobus stammt von jap. "kobushi", dem Vernakularnamen.
Magnolia kobus ist in der mitteleuropäischen Gartenkultur etabliert und wird vielerorts als Zierpflanze angebaut. Sie bevorzugt einen sonnigen Standort, am besten solitär, auf nicht zu trockenen Böden .
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Magnolia kobus. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/magnolia-kobus.html am Tg.Mo.Jahr.