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Magnolia tripetala (L.) L.
  synonym: Kobus tripetala (L.) P. Parm.
                 Magnolia frondosa Salisb.
                 Magnolia umbrella Desr.
                 Magnolia umbrella var. tripetala (L.) P. Parm.
                 Magnolia virginiana var. tripetala L.
Schirm-Magnolie, Magnoliaceae - Magnoliengewächse
Frühlingblüher, IV–V, bis 15 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Schirm-Magnolie stammt aus dem südöstlichen Nordamerika, wo die Pflanzen in Mischwäldern, Schluchten der Gebirge und an der Küste in Höhen von 0–1.065 m über NN vorkommen. Die Bäume wachsen aufrecht, locker verzweigt, oft mehrstämmig und haben eine graue, weiche Borke. Junge Zweige sind kahl. Die Laubblätter stehen quirlähnlich am Ende der Zweige, sind 10–70 cm lang, 7–30 cm breit, länglich oval bis schmal elliptisch, papierartig, am breitesten nahe der Mitte, oberseits grün und kahl, unterseits behaart. Es finden sich hinfällige, 4–10 cm lange, bis 3,7 cm breite Nebenblätter, die unterseits drüsig behaart sind. Die Blütenstiele sind 5–7 cm lang. Die Blüten haben 2 Hochblätter, sind 5,5–11 cm im Durchmesser, unangenehm riechend, cremeweiß mit 3 äußeren, kelchblattähnlichen, grünen Kronblättern. Später bilden sich 6–10 cm lange, 2–3,5 cm breite, zylindrische bis oval-zylindrische, kahle Sammelbalgfrüchte, wie sie typisch für die Gattung Magnolia L. sind. Die Samen sind linsenförmig bis oval, 9–11 mm lang und haben einen roten bis dunkel rosafarbenen Arillus (Samenmantel). Zur Gattung Magnolia L.

Typisch und wohl einzigartige für die Gattung sind die unangenehm riechenden Blüten der Magnolia tripetala.


Abb. 1 Quirlähnlich stehende Laubblätter der Magnolia tripetala im Edith J. Carrier Arboretum, Harrisonburg, Virginia, 13.10.2019 Abb. 2 Baum der Magnolia tripetala mit 2 Stämmen, im Edith J. Carrier Arboretum, Harrisonburg, Virginia, 13.10.2019


Des Gattungsname Magnolia L. wurde zu Ehren des französischen Arztes und Botanikers Pierre Magnol (1638–1715) etabliert, der in der taxonomischen Forschung beispielsweise den Status der Familie einführte. Das Epitheton tripetala stammt von gr. "tri-" (= drei-) und gr. "petalon" (= Blatt), zu gr. "tripetelos" (= 3-blättrig), nach den 3 kelchblattähnlichen, grünlichen Kronblättern.

Magnolia tripetala ist in Mitteleuropa sicher winterhart bis Z 7. Ideal ist ein humoser, nicht zu trockener Boden in der Gehölzpflanzung. Es gibt zahlreiche Kultivare und Hybriden mit unterschiedlichen Blütenfarben und Wuchsformen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Magnolia tripetala. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/magnolia-tripetala.html am Tg.Mo.Jahr.

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