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Mallotus japonicus (Spreng.) Müll. Arg.
  synonym: Croton japonicus L. f.
                 Rottlera japonica Spreng.
Japanische Wolleuphorbie, Euphorbiaceae - Euphorbiengewächse
Vollfrühlingblüher, IV–VI, 2–4 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Japanische Wolleuphorbie stammt aus China, Japan, Korea und Taiwan, wo die Pflanzen in den Wäldern der Mittelgebirge in Höhen von 100–600 m über NN wachsen. Es sind sommergrüne, aufrecht bis ausladend wachsende Sträucher. Die Zweige sind braun, anfangs behaart, später kahl. Die Laubblätter haben einen 3–17 cm langen Stiel, sind rhombenförmig bis oval oder fast rund, 8–20 cm lang, 5–15 cm breit, papierartig, ganzrandig, unterseits locker behaart mit gelblichen Drüsen, oberseits kahl, gelegentlich mit 2–4 Drüsen. Männliche Blütenstände sind 7–18 cm lang, grau oder bräunlich, wollig behaart mit fast lanzettlichen, etwa 1 mm langen Hochblättern und dicht behaarten Blüten. Weibliche Blütenstände sind 5–15 cm lang, mit lanzettlichen, 2–3 mm langen Hochblättern und sternhaarigen bis weich-stacheligen Blüten. Später bilden sich etwa 8 mm lange, rötlich orangefarbene, weich-stachelige Kaspelfrüchte mit fast kugeligen, etwa 4 mmim Durchmesser großen, braunen oder schwarzen, warzigen Samen.


Abb. 1 Frisch austreibende Laubblätter von Mallotus japonicus wechseln die Farbe von rot zu grün, Privatgarten, 09.04.2019 Abb. 2 Frisch austreibendes, purpurfarbenes Laubblatt von Mallotus japonicus im Frühling, Privatgarten, 09.04.2019


Der Gattungsname Mallotus L. stammt von gr. "mallotos" (= langwollig, zottig), nach den behaarten oder stacheligen Kapselfrüchten der Gattung. Das Epitheton japonicus referiert auf den Naturstandort.

Mallotus japonicus wird in Mitteleuropa nur selten kultiviert. Es sind ornamentale Sträucher mit purpurfarbenem Blattaustrieb im Frühling, großen Laubblättern und zotteligen, schwammähnlichen, rötlichen bis orangefarbenen Blütenständen im Sommer. In Japan werden die Laubblätter zum Einwickeln von Nahrungshäppchen verwendet. Beim Anbau im Garten ist ein sonniger Standort, am besten geschützt vor kalten Winden und auf neutralen bis sauren Böden zu bevorzugen. Starke Fröste können zu staudenartigem Wachstum führen. Inwiefern die Art langfristig winterhart ist, lässt sich noch nicht beurteilen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Mallotus japonicus. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/mallotus-japonicus.html am Tg.Mo.Jahr.

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