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Olearia nummularifolia Hook. f.
Münzstrauch, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Nordfrühsommerblüher, VI–VIII, 2–3 m hoch, immergrün

Der Münzstrauch stammt aus Neuseeland, wo die Pflanzen in offenem Grasland oder semiariden Strauchgesellschaften der collinen und submontanen Höhenstufen von 600–1.400 m über NN wachsen. Es sind immmergrüne Sträucher bis 3 m Höhe. Junge Zweige sind weiß bis gelblich, wollig behaart, später kahl. Die Laubblätter sind dicht wechselständig, bis 1 cm lang und 0,6 cm breit, oval bis fast rund, gelblich-grün, oberseits kahl, unterseits weiß bis gelblich wollig, mit zurück geschlagenem Rand und kurzem, etwa 1 mm langem Blattstiel. Der Blütenköpfchen stehen einzeln, sind 3–5 mm im Durchmesser, duften, haben 3–5 weiße Strahlenblüten und 5–12 cremefarbene bis blass gelbe, hermaphrodite Röhrenblüten. Später bilden sich Achänenfrüchte mit einem Pappus (= "Fallschirm") aus Borstenhaaren. Sie auch Gattung Olearia Moench.

Abb. 1 Wechselständige, am Rand zurück geschlagene Laubblätter der Olearia nummularifolia, Privatgarten, 19.02.2006 Abb. 2 Die Sprossachsen und Laubblätter der Olearia nummularifolia wirken fast "sukkulent", Privatgarten, 19.02.2006


Der Gattungsname Olearia wurde zu Ehren von Adam Olearius (= Oelschläger, 1603–1671), einem deutschen Botaniker, etabliert. Das Art-Epitheton nummularifolia leitet sich ab von lat. "nummulus" (= kleines Geldstück) und lat. "-folius" (= -blättrig), zu "geldstückblättrig", nach der Ähnlichkeit der Laubblätter mit Münzgeldstücken.

Olearia nummularifolia
ist an geschützter Stelle bis Z 8 winterhart. Die Kultur der Gänseblümchensträucher ist relativ einfach, da die Art anspruchslos ist. Der Boden sollte locker sein, auch kiesig, steinig, gut drainieren und idealerweise mager und phosphatarm. Der Schnitt kann im Sommer nach der Blüte erfolgen. In winterkalten Regionen ab Z 7b ist eine Kübelhaltung vorzuziehen. Inwiefern die Sorte 'Rifnik' winterhärter ist, bleibt abzuwarten. Sie ist von Goradzs Mauer eingeführt worden und stammt aus einem Garten im östlichen Slovenien, nahe dem Örtchen Rifnik, auf etwa 300 m über NN, der etwa Z 7a zuzuordnen wäre.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Olearia nummularifolia. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/olearia-nummularifolia.html am Tg.Mo.Jahr.

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