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Ophioglossum vulgatum L.
Gewöhnliche Natternzunge, Ophioglossaceae - Natternzungengewächse
03–30 cm hoch, vorsommergrün, mehrjährig

Die Gewöhnliche Natternzunge tritt in Mitteleuropa verbreitet bis zerstreut auf. Das Verbreitungsgebiet ist zirkumpolar. Bevorzugt werden lichte Auwälder, Magerrasen, Quellmoore und Ruderalstandorte in Steinbrüchen und Tagebaue besiedelt.

Es sind vorsommergrüne Farne mit unterirdischen Rhizomen, die sich über Wurzelbrut ausbreiten können. Pro Jahr wird 1 Blatt gebildet, welches aus 2 Abschnitten besteht: 1 spreitenähnlichen, sporenlosen, eiförmigen und ganzrandigen Trophophyll und 1 sporentagenden, linearen und ährenähnlichen Sporophyll mit 2 Reihen Sporangien. Letzter fehlt oft.


Abb. 1 Pflanze des Ophioglossum vulgatum mit Sporophyll und Trophophyll, in einem Halbtrockenrasen am Intruper Berg bei Lengerich, 17.06.2021, 115 m, 52° 10' xx N, 07° 53' xx O Abb. 2 Pflanze des Ophioglossum vulgatum mit Sporophyll und Trophophyll, in einem Kalkmagerrasen am Intruper Berg bei Lengerich, 17.06.2021, 117 m, 52° 10' xx N, 07° 53' xx O


Der Gattungsname Ophioglossum L.leitet sich ab von gr. "ophis" (= Schlange) und gr. "glossa" (= Zunge), nach der schlangenähnlichen Form des ährenähnlichen, sporentragenden Blattabschnittes. Das Epitheton vulgatum stammt von lat. "vulgatus" (= allgemein bekannt), für Arten mit einem weiten Verbreitungsgebiet.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Ophioglossum vulgatum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/ophioglossum-vulgatum.html am Tg.Mo.Jahr.

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