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Pteridophyllum racemosum Siebold & Zucc.
Japanischer Waldmohn, Papaveraceae - Mohngewächse
Vollfrühlinglüher, V–VI, 10–40 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Japanische Waldmohn stammt aus den zentralen und nördlichen Regionen Japans, wo die Pflanzen im Unterwuchs montaner bis subalpiner Koniferenwälder vorkommen.

Die Pflanzen bilden kurze Rhizome. Die Laubblätter stehen in einer basalen Rosette, sind 1-fach gefiedert, lanzettlich, 5–15 cm lang, 2,5 cm breit, tragen 25–30 behaarte Fiederblattpaare und überdauern 1–2 Jahre. Die Überwinterungsknospen beinhalten den jungen Blütenstand, geschützt von dicken Hochblättern, um die langen, kalten Winter zu überdauern. Der Blütenstand ist eine Thyrse mit spiralig angeordneten Tragblättern, die achselständige sekundäre Blütenstandszweige mit jeweils 1 Blüte tragen. Die Einzelblüten sind 1–2 cm gestielt, 1,5 cm im Durchmesser, weiß, 4-zählig (bisymmetrisch) mit 2 kleinen Kelchblättern. Später bilden sich Früchte mit 2 Klappen.


Abb. 1 Traubenähnlicher Blütenstand von Pteridophyllum racemosum, Topfpflanze im Gruga-Park Essen, 30.04.2023
Abb. 2 Gefiederte Laubblätter des Pteridophyllum racemosum , Topfpflanze im Gruga-Park Essen, 30.04.2023
Abb. 3 Weiße, 4-zählige Blüten des Pteridophyllum racemosum, Topfpflanze im Gruga-Park Essen, 30.04.2023
Abb. 4 Noch unreife Frucht von Pteridophyllum racemosum, Topfpflanze im Gruga-Park Essen, 30.04.2023
Abb. 5 Weiße Kronblätter mit zurück gebildeten, kleinen Kelchblättern bei Pteridophyllum racemosum, Topfpflanze im Gruga-Park Essen, 30.04.2023


Der Gattungsname Pteridophyllum Siebold & Zucc. stammt von gr. "pteris" (= Farn), genitiv "pteridos", und gr. "phyllon" (= Blatt), zu "Farnblatt", nach der farnähnlichen Morphologie. Das Epitheton racemosum stammt von lat. "racemosus" (= reich an Weinbeeren), nach dem traubenähnlichen Blütenstand.

Pteridophyllum racemosum ist eine attraktive, klein bleibende Waldpflanze für den Gehölzgarten. Die Pflanzen sind nicht einfach zu kultivieren und benötigen kältere Winter, einen humosen, leicht sauren und immer feuchten Boden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2024: Pteridophyllum racemosum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/pteridophyllum-racemosum.html am Tg.Mo.Jahr.