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Ribes magellanicum Poir.
Magellansche Johannisbeere, Grossulariaceae - Stachelbeergewächse
(Nord-)frühlingblüher, III–V, 3–4 m hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Magellansche Johannisbeere stammt aus Patagonien (Argentinien und Chile), wo die Pflanzen an Waldrändern, Rodungen und entlang von Wegen von Meerehöhe bis auf 1.200 m über NN wachsen. Es sind sommergrüne, einhäusige Sträucher, die niederliegend oder aufsteigend wachsen und schon in den unteren Partien verzweigen. Junge Zweige sind weich, hellbraun und flaumig behaart. Die Laubblätter, die haben einen bis 2 cm langen Blattstiel, sind gelappt mit gesägtem Rand. Die Blütentrauben sind hängend, 2–5 cm lang, vielblütig mit gelblich-weißen, 5–8 mm langen, gestielten, gelblich-grünen Einzelblüten. Später bilden sich schwarze, kugelige, bis 2 cm lange Früchte.


Abb. 1 Blühender Strauch des Ribes magellanicum im Frühling in einem Privatgarten, 22.04.2018 Abb. 2 Achselständige, traubige Blütenstände des Ribes magellanicum, 22.04.2018

Abb. 3 Blütenstand des Ribes magellanicum mit den grüngelben Einzelblüten, Privatgarten, 22.04.2018 Abb. 4 Geteilte und gesägte Laubblätter von Ribes magellanicum, 22.04.2018


Der Gattungsname Ribes L. existierte schon vorlinnäisch und bezeichnete Sträucher mit säuerlich schmeckenden Beeren. Das Art-Epitheton magellanicum bezieht sich auf den Naturstandort nahe der Magellan-Straße.

In Südamerika ist die Magellansche Johannisbeere eine wichtige Frucht für Küche und als Heilmittel. Ob die Art in Mitteleuropa winterhart ist, ist nicht bekannt. Empfehlenswert ist ein sonniger Standort mit tiefgründigem, humosem Boden und nicht zu trocken.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Ribes magellanicum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/ribes-magellanicum.html am Tg.Mo.Jahr.

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