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Roscoea schneideriana (Loes.) Cowley
  synonym: Roscoea brevibracteata Z. Y. Zhu
                 Roscoea yunnanensis var. dielsiana Loes.
                 Roscoea yunnanensis var. schneideriana Loes.
Felsen-Scheinorchidee, Zingiberaceae - Ingwergewächse
Sommerblüher, VII–VIII, 10–45 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Felsen-Scheinorchidee stammt aus China (Sichuan, Xizang und Yunnan), wo die Pflanzen auf Felsstandorten, Steinfluren und in Mischwäldern in Höhen von 2.600–3.500 m über NN wachsen. Die Pflanzen haben fleischige Wurzeln, eine kleine Knolle und bilden einen Pseudostamm bis 45 cm Höhe. Es finden sich 2–6 schmal lineare bis lineare, meist sichelförmige, 5–22 cm lange, 0,4–2 cm breite und kahle Laubblätter. Die Blütenstände stehen terminal und sind mehr oder weniger von Blattscheiden umschlossen. Die Hochblätter sind elliptisch und 3,3–7 cm lang. Untere Hochblätter sind röhrenförmig. Die Kronblätter sind weiß oder purpurfarben, die Kronröhre 4–4,5 cm lang, der mittlere Lappen elliptisch und bis 3,5 cm lang, seitliche Lappen linear bis länglich elliptisch, bis 3,5 cm lang. Meist ist nur 1 Blüte geöffnet. Der Kelch ist 3–4 cm lang und an der Spitze 2-zähnig. Die seitlichen Staminoden (umgebildete Staubblätter mit Schaufunktion) sind rhombenförmig bis länglich eiförmig und bis 2,5 cm lang. Später bilden sich Kapselfrüchte.


Abb. 1 Pflanzen der Roscoea schneideriana mit linealen Laubblättern und 1 Blüte, Privatgarten, 19.07.2018 Abb. 2 Blüte der Roscoea schneideriana mit purpurfarbenen Kronblättern und weißem Griffel, Privatgarten, 19.07.2018

Abb. 3 Blüte der Roscoea schneideriana mit den dunkel purpurfarbenen Kronblättern, Privatgarten, 29.08.2019 Abb. 4 Blüte der Roscoea schneideriana mit purpurfarbenen Kronblättern und weißem Griffel, Privatgarten, 29.08.2019


Der Gattungsname Roscoea Sm. wurde zu Ehren von William Roscoe (1753-1831) etabliert, einem englischen Botaniker. Das Epitheton schneideriana wurde zu Ehren von ? etabliert.

Von Roscoea schneideriana gibt es nur wenige kurzfristige Erfahrungen. Ideal ist ein offener und halbschattiger Standort mit mineralischem, nicht zu trockenem Boden. Im Winter sollten die Pflanzen nicht zu nass stehen, eventuell einen Nässeschutz erhalten; in kälteren Regionen sollte eine Lage Mulch aufgebracht werden. Im Austrieb schützt man die Pflanzen vor Schnecken.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2019: Roscoea schneideriana. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/roscoea-schneideriana.html am Tg.Mo.Jahr.

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