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Sarcococca orientalis C. Y. Wu
Östliche Süßbeere, Östliche Fleischbeere, Buxaceae - Buchsbaumgewächse
Hochsommer-, Erstfrühlingblüher, III–IX, 60–300 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Sarcococca orientalis stammt aus dem Südosten Chinas, wo die Pflanzen in Wäldern und entlang von Flüssen in Höhen von 200–1.000 über NN wachsen. Es sind immergrüne, verzweigende Sträucher bis 3 m Höhe mit einem Rhizom, aus dem neue Zweige entspringen. Junge Zweige sind flaumig behaart und gerippt. Die Laubblätter sind wechselständig, länglich oval bis elliptisch, 6–9 cm lang, 2–3 cm breit, dünn ledrig, ganzrandig, grün und oberseits glänzend. Der Blütenstiel ist 5–8 mm lang. Die Blütenstände sich fast kopfig, etwa 1 cm lang mit behaarter Rachis (Blütenstandsachse), weißen Perigonblättern und ovalen, 1–2,5 mm langen Hochblättern. Männliche Blüten sind mehr als 3 und stehen gedrängt apikal. Weibliche Blüten stehen basal. Später bilden sich kugelige, etwa 7 mm große, bei Reife schwarze Beerenfrüchte mit 2 persistierenden Griffeln.

Abb. 1 Junger Strauch der Sarcococca orientalis mit den glänzenden, grünen Laubblättern, Privatgarten, 09.06.2018


Der Gattungsname Sarcococca Lindl. setzt sich zusammen aus gr. "sarx" (= Fleisch), beziehungsweise dessen Genitiv "sarkos" und gr. "kokkos" (= Kugel, Perle) und bezieht sich auf die Erscheinungsform der Beerenfrüchte. Das Art-Epitheton orientalis stammt von lat. "oriens" (= Osten), nach dem Naturstandort im Osten Chinas.

Sarcococca orientalis gehört zu den größeren Arten der Gattung und ist ein architektonisch wertvoller Schattenexot. Die Pflanzen bilden im Laufe der Zeit dichte, immergrüne Sträucher mit bogenförmig überhängenden Sprossachsen. Es sind genügsame Sträucher, die sich in Gehölzpflanzungen integrieren lassen. Die Blüten erscheinen im Frühjahr und oft nochmal im Herbst, sind unscheinbar, verströmen jedoch einen angenehmen Duft. Die schwarzen, glänzenden Früchte zieren fast ganzjährig den Strauch.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Sarcococca orientalis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sarcococca-orientalis.html am Tg.Mo.Jahr.

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