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Saxifraga umbrosa L.
Pyrenäen-Porzellanblümchen, Saxifragaceae - Steinbrechgewächse
Frühsommerblüher, V–VII, 05–25 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Das Pyrenäen-Porzellanblümchen stammt aus den westlichen und zentralen Pyrenäen, wo die Pflanzen auf schattigen, feuchten und vermoosten Stellen in Höhen von 800–2.300 m über NN wachsen. Es sind niederliegende, immergrüne Pflanzen mit kurzen, verzweigenden und verholzenden Stämmchen, die Rosetten aus grünen, ledrigen Blättern tragen. Die Laubblätter sind 1,5–6 cm lang, 1–2 cm breit, länglich oval, etwas fleischig, mit abgerundeten, regelmäßigen Zähnen und papierartigem Rand. Die Blattstiele sind stark bewimpert und etwa so lang wie die Blattspreitenlänge oder kürzer. Die Blütenstände stehen an bis zu 35 cm langen Stielen, sind verzweigt, rötlich und tragen 2–7blütige Rispen je Zweig. Die Blüten sind weiß, am Grund gelb gefleckt, darüber mit wenigen roten Punkten und haben einem etwa 4 mm langen Stiel.


Abb. 1 Großer Bestand der Saxifraga umbrosa in einem vollschattigen Gebüschstreifen an der Nordbahntrasse, Wuppertal; seit 2016 erloschen. 25.11.2015, 168 m, 51° 15' 18 N 07° 06' 05 O Abb. 2 Blühender Bestand der Saxifraga umbrosa auf dem Friedhof Frohlinde, Castrop-Frohlinde, 18.05.2018, 101 m, 51° 32' 02 N 07° 21' 02 O

Abb. 3 Blüten der Saxifraga umbrosa mit roten und gelben Punkten. Friedhof Frohlinde, Castrop-Frohlinde, 18.05.2018, 101 m, 51° 32' 02 N 07° 21' 02 O Abb. 4 Angebaute Saxifraga umbrosa in einem Privatgarten am Hängeberg, Brilon, Sauerland, 16.07.2016


Der Gattungsname Saxifraga L. war schon vorlinnäisch gebräuchlich, lat. "saxum" (= Fels, Stein) und lat. "frangere" (= brechen), allerdings ist das Benennungsmotiv nicht klar, da die Pflanzen ja nicht steinbrechend sind. Vorstellbar wäre eine volksmythologisches Idiom desselben oder eine Anwendung in der Heilkunde als Steinmittel. Das Epitheton umbrosa stammt von lat. "umbrosus" (= schattenreich, dunkel), nach dem bevorzugten Standort der Pflanzen.

Saxifragae umbrosae sind hübsche, immergrüne Bodendecker für schattige oder halbschattige Stellen im Garten. Es gibt zahllose Sorten und Hybriden. Bekannt ist besonders die Hybride S. ×urbium D. A. Webb. mit S. spathularis Brot., deren Blütenkrone reichlich rot punktiert ist.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.
Polunin, O. & Smythies, B. E. 1997: Flowers of South-West Europe. – Oxford University Press, Oxford, New York, 480 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Saxifraga umbrosa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/saxifraga-umbrosa.html am Tg.Mo.Jahr.

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