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Solidago gigantea Aiton
  synonym: Aster latissimifolius var. serotinus Kuntze
                 Doria dumetorum (Lunell) Lunell
                 Doria pitcheri (Nutt.) Lunell
                 Solidago cleliae DC.
                 Solidago dumetorum Lunell
                 Solidago pitcheri Nutt.
                 Solidago serotina Aiton
                 Solidago serotinoides Á. Löve & D. Löve
                 Solidago shinnersii (Beaudry) Beaudry
                 Solidago somesii Rydb.
Riesen-Goldrute, Späte Goldrute, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Sommerblüher, VIII–IX, 50–250 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Riesen-Goldrute tritt in Mitteleuropa zerstreut bis verbreitet auf. Ursprünglich stammt sie auf Nordamerika, ist aber schon seit 1832 in Mitteleuropa eingebürgert. Bevorzugt besiedeln die Pflanzen Ruderalflächen, lichte Wälder, Wegränder, Brachen, extensive Wiesen oder Bahnanlagen.

Es sind sommergrüne Pflanzen mit einem Rhizom, welches Ausläufer bildet. Die Stängel sind aufrecht, grün bis rötlich, grau bereift, kahl und nur im Blütenstand etwas behaart. Die Blätter sind sitzend, lanzettlich, meist gesägt, selten ganzrandig. Die Gesamtblütenstände sind pyramidenförmig, rispig, vor der Blühzeit aufrecht. Die Blütenköpfchen sind 4–8 mm im Durchmesser, gestielt und aufrecht. Die Zungenblüten sind 3–4 mm lang und deutlich länger als die Röhrenblüten. Später bilden sich 1,4–1,8 mm lange Früchte mit "Fallschirm" (Pappus).


Abb. 1 Bestand der Solidago gigantea in einem Weinberg oberhalb von Oberbergen, Kaiserstuhl, 21.08.2021, 410 m, 48° 06' 36 N, 07° 39' 08 O Abb. 2 Blütenkörbchen der Solidago gigantea in einem Weinberg oberhalb von Oberbergen, Kaiserstuhl, 21.08.2021, 410 m, 48° 06' 36 N, 07° 39' 08 O

Abb. 3 Aufrechte Blütenkörbchen von Solidago gigantea in einem Weinberg oberhalb von Oberbergen, Kaiserstuhl, 21.08.2021, 410 m, 48° 06' 36 N, 07° 39' 08 O Abb. 4 Pyramidenförmiger Gesamtblütenstand von Solidago gigantea in einem Weinberg oberhalb von Oberbergen, Kaiserstuhl, 21.08.2021, 410 m, 48° 06' 36 N, 07° 39' 08 O

Abb. 5 Kahler Stängel und lanzettliche Laubblätter von Solidago gigantea in einem Weinberg oberhalb von Oberbergen, Kaiserstuhl, 21.08.2021, 410 m, 48° 06' 36 N, 07° 39' 08 O


Der Gattungsname Solidago L. stammt von lat. "solidare" (= zusammenfügen), nach der schon in der Antike heilkundlichen Anwendung bei klaffenden Wunden. Das Art-Epithetin gigantea leitet sich ab von gr. "giganteios" (= gigantisch), nach der Wuchshöhe der Pflanzen und den größeren Blütenköpfchen und Früchten im Vergleich zu anderen Arten der Gattung.

Solidago gigantea wird schon lange als Zierpflanze angebaut.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Solidago gigantea. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/solidago-gigantea.html am Tg.Mo.Jahr.

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