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Trillium cuneatum Raf.
Purpur-Dreiblatt, Melanthiaceae - Germergewächse
  oder: Trilliaceae - Waldliliengewächse, Einbeerengewächse
Vollfrühlingblüher, IV–VI, 30–70 cm hoch, vorsommergrün, mehrjährig

Das Purpur-Dreiblatt stammt aus dem Südosten Nordamerikas, wo die Pflanzen in Laubmischwäldern, bevorzugt auf Kalkböden, in Feldern, Gräben oder Kohlenhalden auf 50–400 m über Meereshöhe vorkommen. In vielen anderen Bundesstaaten der USA ist die Art eingebürgert.

Die Pflanzen haben ein horizontal sich ausbreitendes, braunes und dickes Rhizom. Die Stängel sind unverzweigt, 16–45 cm hoch, kahl oder rau, stielrund und aufrecht. Die 3 Laubblätter (nach manchen Autoren Hochblätter) stehen in einem Quirl, sind sitzend, ei- bis kreisförmig, meist überlappend, 7–18,5 cm lang, 7–13 cm breit, grün bis violettgrün mit dunklen Flechen.

Die Blüten stehen aufrecht oberhalb der Laubblätter und duften meist würzig, zuweilen unangenehm. Die äußeren Perigonblätter (nach manchen Autoren Kelchblätter) sind ausgebreitet, grün, violett gestreift bis ganz violett, länglich-lanzettlich, 27–60 mm lang, 7–13 mm breit und ganzrandig. Die inneren Perigonblätter (nach manchen Autoren Kronblätter) sind aufrecht, mehr oder weniger zusammenwachsend, meist kastanienbraun, selten zitronengelb oder hellgelb, 4–7 cm lang, 0,9–2,7 cm breit, in der Mitte am breitesten, ganzrandig. Die Staubblätter sind aufrecht, bräunlich-purpurgrün, 11–18 mm lang; die Staubbeutel sind bräunlichgrau und 7–14 mm lang. Später bilden sich grüne oder violett gestreifte, eiförmige, undeutlich kantige, 2 cm lange, 1–1,5 cm breite Früchte.


Abb. 1 Blüte des Trillium cuneatum, Botanischer Garten Leipzig, 04.05.2025
Abb. 2 Blüte und Laubblätter von Trillium cuneatum, Botanischer Garten Leipzig, 04.05.2025


Der Gattungsname Trillium L. stammt von gr. "tri" (= drei) und gr. "phyllon" (= Blatt), zu 3-blättrig, nach den 3-zähligen Laubblättern. Das Epitheton cuneatum stammt von lat. "cuneatus" (= keilförmig) und bezieht sich auf die Form der Laubblätter.

Trillium cuneatum sind robuste und dekorative Frühlingblüher für die Gehölzpflanzun.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2025: Trillium cuneatum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/trillium-cuneatum.html am Tg.Mo.Jahr.