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Tupistra 'Mizoram' hort.
Lushai-Rohdea, Liliaceae - Liliengewächse
                        Asparagaceae - Spargelgewächse
                        Convallariaceae - Maiglöckchengewächse
Frühlingblüher, III–V, 30–70 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Lushai-Rohdea stammt aus Indien (Mizoram), wo die Pflanzen in der Krautschicht der Wälder wachsen. Es sind immergrüne Pflanzen mit einem fleischigen ,horizontal sich ausbreitenden Rhizom, aus dessen Knoten neue Triebe entspringen und das etwa 0,4 mm im Durchmesser misst. Gelegentlich bilden sich kurze, aufrechte, bis 6 cm hohe, im Durchmesser 2 cm breite Stämmchen. Die Laubblätter (an kultivierten pflanzen) sind 25–35 cm lang, 2,5–3,5 cm breit, grün, glattrandig, länglich lanzettlich und kahl. Die Blütenstände erscheinen meist intrafoliar, sind dicht mit Blüten besetzte, 4–7 cm lange Ähren, die an einem 1–4 cm Blütenstandsstiel erscheinen. Die Einzelblüten haben jeweils 1 lanzettliches, bis 3 cm langes Hochblatt, sind 6-zählig, 8 mm lang, unten glockenförmig verwachsen, 6–9 cm lang und haben 1–2 mm lange, 3-eckige, fleischige Abschnitte.


Abb. 1 Blütenkolben von Tupistra 'Mizoram' mit geöffnetem Perigon in einem Privatgarten, 20.03.2018 Abb. 2 Blütenkolben mit frischen, grünen und älteren, orangefarbenen Einzelblüten bei Tupistra 'Mizoram', Privatgarten, 17.04.2020

Abb. 3 Schnitt durch die Blüte einer Tupistra 'Mizoram' mit Stempel und 6 verwachsenen Staubfäden, Privatgarten, 17.04.2020 Abb. 4 Pflanze der Tupistra 'Mizoram' mit länglich lanzettlichen Laubblättern im 2L-Topf, Privatgarten, 17.04.2020

Abb. 5 Geöffnete Einzelblüte der Tupistra 'Mizoram' mit den 3-eckigen Perigonabschnitten, Privatgarten, 24.03.2019


Der Gattungsname Tupistra Ker Gawl. ist wahrscheinlich ein phonetisches Anagramm des Volksnamens "Dipa Talo", wie er in Nordostindien gebräuchlich ist.

Mit Tupistra 'Mizoram' gibt es bisher nur kurzfristige Freilanderfahrungen in Mitteleuropa. Theoretisch sollten Pflanzen ohne Winterschutz bis Z 8 winterhart sein. Hilfreich dürfte eine Mullauflage im Winter sein. Der Boden sollte locker, auch kalkhaltig sein. Als Standort eignet sich ein halbschattiger Platz unter Gehölzen, zusammen mit Farnen und anderen immergrünen Schattenexoten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Tupistra grandistigma. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/tupistra-grandistigma.html am Tg.Mo.Jahr.

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