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Urtica urens L.
  synonym: Urtica trianae Rusby
Kleine Brennnessel, Urticaceae - Brennnesselgewächse
Sommerblüher, VI–IX, 10–60 cm hoch, sommergrün, einjährig

Die Kleine Brennnessel tritt in Mitteleuropa verbreitet bis gemein auf, mit Schwerpunkt im nördlichen Flachland. Im Bergland und den Alpen tritt sie selten bis zerstreut auf. Das Verbreitungsgebiet ist ursprünglich europäisch-westasiatisch, in Mitteleuropa ist sie ebenso wie auf anderen Kontinenten schon vor 1.500 n. Chr. eingebürgert. Bevorzugt siedeln die Pflanzen an Ruderalstandorten, in Gärten und Äckern.

Die Pflanzen bilden keine unterirdischen Ausläufern und sind einhäusig. Die Stängel sind aufrecht und weisen Brennhaare auf. Die Laubblätter sind hellgrün, rundlich-eiförmig bis elliptisch, 1–5 cm lang, 1–4 cm breit, tief gesägt, wobei der Endzahn nicht länger als die Seitenzähne ist. Die Blütenstände sind Rispen und kürzer als die Blattstiele. Später bilden sich 1-samige Nussfrüchte.


Abb. 1 Blüten der Urtica urens am Rande eines Weinbergs, Ebernburg, Rheinland-Pfalz, 08.06.2021, 168 m, 49° 48' 18 N, 07° 50' 06 O Abb. 2 Pflanze der Urtica urens am Rande eines Weinbergs, Ebernburg, Rheinland-Pfalz, 08.06.2021, 168 m, 49° 48' 18 N, 07° 50' 06 O


Der Gattungsname Urtica L. existierte schon vorlinnäisch und stammt von lat. "urere" (= brennen), nach den Brennhaaren. Das Epitheton urens stammt ebenfalls von lat. "urere", zu "urens" (= brennend).

Die Kleine Brennnessel eignet sich zum Anbau als Blattgemüse.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Urtica urens. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/urtica-urens.html am Tg.Mo.Jahr.

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