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Valeriana saxatilis L.
Felsen-Baldrian, Valerianaceae - Baldriangewächse
Sommerblüher, VI–VIII, 05–30 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Felsen-Baldrian tritt in Mitteleuropa in montanen und subalpinen Stufen der Alpen und des Alpenvorlandes verbreitet auf, ansonsten fehlt er ganz. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Bevorzugt siedelt er in subalpinen Felsfluren auf Kalk.

Die Stängel sind aufrecht mit meist 1 Blattpaar. Grundblätter sind spatelförmig, Stängelblätter linealisch und bewimpert. Die Blüten sind zwittrig, weiß, 1–2 mm lang und stehen in wenigblütigen, traubigen Rispen ohne Hochblätter.


Abb. 1 Pflanze der Valeriana saxatilis in einer Felswand in der Höllentalklamm bei Grainau, 16.06.2022, 1.055 m, 47° 26' 53 N, 11° 02' 39 O


Die Herkunft des Gattungsnamens Valeriana ist ungeklärt. Möglich wäre eine Benennung nach der altrömischen Provinz Valeria in Pannonien (Ostösterreich), wo der Echte Baldrian häufig vorkommt oder gar herstammen soll. Ebenfalls möglich wäre eine Herleitung von lat. "valere" (= gesund sein), nach der heilkundlichen Wirkung der Gattung. Der deutsche Name Baldrian ist ebenfalls ungeklärt. Hier könnte es sich um ein Lehnwort auf dem altfranzösischen "valeriane" handeln oder eine Ableitung nach dem germanischen Lichtgott Baldr vorliegen. Das Epitheton saxatilis lat. "saxum" (= Fels, Stein), zu lat. "saxatilis" (= an Fels lebend).

Valeriana saxatilis ist eine dekorative Blütenstaude für den Steingarten oder das Alpinum. Ein sonniger bis schattiger Standort auf Kalk ist ideal.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2022: Valeriana saxatilis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/valeriana-saxatilis.html am Tg.Mo.Jahr.

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