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Centaurea orientalis L.
synonym:
  Colymbada orientalis Holub
Östliche Flockenblume, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Sommerblüher, V–VII, 40–120 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Östliche Flockenblume stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum bis zum Kaukasus, wo die Pflanzen auf Trockenrasen, Gebirgswiesen und steinigen Hängen auf 300–2.500 m über Meereshöhe vorkommen.

Die Pflanzen wachsen aufrecht mit wenig verzweigenden und spärlich behaarten Stängeln. Die Stängelblätter sind verkahlend, fiederteilig mit ganzrandigen oder gelappten Abschnitten; die Grundblätter sind ungeteilt.

Die Blütenhülle (das rundlich eiförmige Organ unterhalb der Kronen) ist eiförmig bis kugelig, 20–25 mm im Durchmesser groß, mit breit eiförmigen Hüllblättern, deren Anhängsel gefranst und weißlich sind, mit braunem, punktförmigem Zentrum; die Blüten sind strohgelb; äußere, sterile Randblüten sind gleich lang oder etwas länger als die inneren, zwittrigen Blüten. Später bilden sich 4–5 mm lange, schwarze, angedrückt behaarte Früchte mit 4–5 mm langem Pappus.


Abb. 1 Blütenhülle der Centaurea orientalis im Botanischen Garten Mainz, 17.06.2026
Abb. 2 Strohgelbe Blüte von Centaurea orientalis mit den langen, äußeren Röhrenblüten. Botanischer Garten Mainz, 17.06.2026
Abb. 3 Fiederteiliges Stängelblatt der Centaurea orientalis im Botanischen Garten Mainz, 17.06.2026
Abb. 4 Blühender Bestand von Centaurea orientalis im Botanischen Garten Mainz, 17.06.2026


Der Gattungsname Centaurea leitet ab sich von gr. "Kentaureios" (= Kentauren, pferdegestaltige, heilkundige Bergbewohner), was auf den arzneilichen Gebrauch der Gattung hinweist und die selbe etymologische Wurzel wie die Gattung der Tausendgüldenkräuter, Centaurium Hill., hat. Das Epitheton orientalis stammt von lat. "orientalis" (= wo die Sonne aufgeht, östlich) und bezieht sich auf den Naturstandort im südöstlichen Europa bis Asien.

Die Östliche Flockenblume ist eine dekorative Staude mit attraktiven, farbenfrohen Blüten. Gelegentlich wird sie in Gärten kultiviert. Passende Standorte sind Steingärten, Staudenbeete, Wildblumenwiesen oder auch Yuccaarrangements. Die Pflanzen sollten sonnig und offen stehen, ideal ist ein kalkhaltiger Boden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Polunin, O. 2006: Flowers of Greece and the Balkans. - Oxford University Press, Oxford, New York, 592 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Centaurea orientalis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/centaurea-orientalis.html am Tg.Mo.Jahr.