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Cephalaria gigantea (Ledeb.) Bobrov
synonym:
  Scabiosa gigantea Ledeb.
Riesen-Schuppenkopf, Dipsacaceae - Kardengewächse
Sommerblüher, VII–IX, 100–350 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Riesen-Schuppenkopf stammt aus dem Kaukasus und Kleinasien wo die Pflanzen an Flussufern, in feuchten Wiesen und an Felshängen auf 1.350–2.600 m über Meereshöhe vorkommen. In Mitteleuropa ist die Art selten eingebürgert und tritt in Staudenfluren an Bächen, Waldsäumen und Ruderalstandorten auf.

Die Pflanzen bilden ein Rhizom und eine Grundrosette. Die Laubblätter sind unpaarig gefiedert, die Stängelblätter sind gegenständig. Stängel und Knoten sind unten behaart, oben sind die Stängelknoten mehr oder weniger kahl.

Die Blütenköpfchen sind 4–6 cm im Durchmesser groß, halbkugelig, hellgelb und am Rand mit auffälligen Strahlblüten; die Einzelblüten sind 4-spaltig und 15–25 mm lang; die äußeren Hüllblätter sind oft stumpf, die inneren Hüllblätter spitz und behaart; die Spreublätter sind spitz; die Innenkelche sind ohne Borsten. Später bilden sich Früchte mit bewimpertem Saum.


Abb. 1 Spitze Spreublätter und Hüllblätter der Cephalaria gigantea, Museumsinsel Hombroich, Neuss, 04.07.2026
Abb. 2 Hellgelbes Blütenköpchen der Cephalaria gigantea mit strahlenden Blüten. Auf der Museumsinsel Hombroich, Neuss, 04.07.2026
Abb. 3 Fiederschnittiges Stängelblatt von Cephalaria gigantea, Museumsinsel Hombroich, Neuss, 04.07.2026
Abb. 4 Behaarter Stängel von Cephalaria gigantea. Museumsinsel Hombroich, Neuss, 04.07.2026
Abb. 5 Äußere, stumpfe und innere, spitze Hüllblätter von Cephalaria gigantea. Museumsinsel Hombroich, Neuss, 04.07.2026
Abb. 6 Blühender Bestand der Cephalaria gigantea auf der Museumsinsel Hombroich, Neuss, 04.07.2026
Abb. 7 Früchte der Cephalaria gigantea in einem Privatgarten, 01.09.2026


Der Gattungsname Cephalaria Roem. & Schult. stammt von gr. "kephale" (= Kopf), nach den köpfchenförmigen Blütenständen. Das Epitheton gigantea stammt von gr. "giganteios" (= gigantisch), nach der Wuchshöhe der Pflanzen.

Der Riesen-Schuppenkopf ist ein auffälliger Sommerblüher für sonnige und warme Standorte. An den Boden bestehen kaum Anspüche, idealerweise basenreich und nicht zu trocken. Kombinationen mit immergrünen Exoten oder das mediterrane Beet sind dekorative Arrangements, wo die Pflanzen ihre volle Pracht entfalten können.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.


Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Cephalaria gigantea. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cephalaria-gigantea.html am Tg.Mo.Jahr.