Geranium renardii Trautv.
Kaukasus-Storchschnabel, Geraniaceae - Storchschnabelgewächse
Beginn Frühsommerblüher, V–VII, 20–30 cm hoch, immergrün, mehrjährig
Der Kaukasus-Storchschnabel stammt aus dem Kaukasus, wo die Pflanzen in Felsfluren und steinigen Wiesen auf 1.900–3.300 m über Meereshöhe vorkommen.
Die Laubblätter sind bis 10 cm breit, stark runzlig, netzadrig, in 5–7 Abschnitte geteilt, die bis maximal zur Hälfte eingeschnitten und nicht überlappend sind, unterseits weichhaarig.
Die Blüten stehen in 2-blütigen Teilblütenständen, sind 3–3,6 cm im Durchmesser groß; die Blütenstiele sind drüsig und lang behaart; die Kronblätter sind länger als der Kelch, weiß oder hell violett, mit auffällig blauer oder dunkel violetter Aderung, gekerbt, herzförmig, nicht überlappend; Staubblätter und Griffel sind kürzer als die Kronblätter. Später bilden sich behaarte Fruchtklappen ("Schnäbel"), die jeweils 1 Samen enthalten.
Der Gattungsname der Storchschnäbel, Geranium L., leitet sich ab von gr. "geranion" (= Kranich) und beschreibt die Ähnlichkeit der Frucht mit langen Vogelschnäbeln. Das Epitheton renardii wurde zu Ehren des deutschen Naturforschers Karl Renard (1809–1886) etabliert.
Geranium renardii wird gelegentlich als Zierpflanze in Naturgärten und Staudenrabatten angebaut. Sie benötigt einen sonnigen Standort und ist trockentolerant. Die Art breitet sich langsam über Kriechtriebe aus.
Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Jäger, E. J., Ebel, F., Hanelt, P. & Müller, G. K. 2007: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Nutz- und Zierpflanzen. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 874 S.
Zitiervorschlag: Lorek, M. 2026: Geranium renardii. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/geranium-renardii.html am Tg.Mo.Jahr.